Beim Brennstoffkostenvergleich war Heizöl in den vergangenen zehn Jahren (1999 bis 2009) im Bundesdurchschnitt rund 19 Prozent günstiger als Erdgas.
Im Mittel des letzten Jahres (2009) war Erdgas bundesdurchschnittlich sogar um rund 40 Prozent teurer zu beziehen als beispielsweise Heizöl. Im Schnitt kostete eine 3.000-Liter-Partie Heizöl im Zeitraum von Januar bis Dezember 2009 rund 623 Euro weniger als die entsprechende Menge Erdgas (33.540 kWh einschließlich Grundgebühr).
Quelle der Grafik: IWO-Berechnungen bis Dezember 2002 auf Basis der Daten des Statistischen Bundesamtes, Fachserie 17, Reihe 7 und Internet-Zeitreihenservice (www.statistik-bund.de), alte Bundesländer, bei Abnahme von 3.000 Liter Heizöl bzw. 2.300 kWh (Hs) Erdgas/Monat. Ab Januar 2003 auf Basis der Erhebungen des "Brennstoffspiegel" bei Abnahme von 3.000 Liter Heizöl EL bzw. 33.540 kWh (Hs) Erdgas/Jahr inklusive Grundpreis.
Dabei ist nicht berücksichtigt, dass Ölheizungsbetreiber aufgrund ihrer individuellen Energiebevorratung im eigenen Tank oftmals deutlich unter den Durchschnittspreisen einkaufen können. So haben zahlreiche Ölheizungsbesitzer bei cleverer Marktbeobachtung Preistiefststände ausnutzen können, um noch einmal günstig vollzutanken. Je nach Lagerkapazität haben sie damit schon bis in den übernächsten Winter gut vorgesorgt.
Ein Gesamtkostenvergleich zwischen der Ölheizung und anderen Heizsystemen lässt sich nur aus Ihrer individuellen Situation heraus berechnen. Die laufenden Energie- und Betriebskosten einerseits sowie die einmaligen Kosten für die Anlagentechnik und deren Installation andererseits sind hierbei gegeneinander abzuwägen.
Übrigens: Bei einer bereits vorhandenen Ölheizung ist erfahrungsgemäß die Modernisierung wirtschaftlicher als die Umstellung auf einen anderen Energieträger.
Quelle: IWO, 2009