Rohöl-Vorräte

Im Jahre 1960 Jahren errechneten Wissenschaftler, daß sich die gesicherten Ölreserven in einer Größenordnung von ca. 40 Milliarden Tonnen bewegen. Heute sprechen andere Zahlen eine deutliche Sprache.

Nach neuesten Einschätzungen gehen seriöse Wissenschaftler von gesicherten Ölreserven in einer Größenordnung von über 170 Mrd. Tonnen aus. Und das bei einem immens gestiegenen weltweiten Ölverbrauch, der heute bei jährlich ca. 3,6 Mrd. Tonnen liegt. 

Als gesicherte Ölreserven bezeichnet man diejenigen Vorkommen, die mit den heutigen zur Verfügung stehenden Techniken wirtschaftlich gefördert werden können. Auf über 300 Mrd. Tonnen werden weitere Reserven geschätzt, die erst mit aufwendiger, heute noch nicht wirtschaftlicher Technik gefördert werden könnten. 

Wichtige Gründe, weshalb die Ölreserven so gestiegen sind:

  • Die Fördertechniken werden immer besser. Die Ölquellen können wesentlich gründlicher "entleert" werden als in der Vergangenheit. 
  • Neue Techniken erschließen Ölvorkommen im Tiefseebereich. Die Förderung wird noch unabhängiger vom Land und den Küstenbereichen.
  • Die Erfolgsquote bei neuen Bohrvorhaben ist um ein Vielfaches höher als in der Vergangenheit.
  • Zu den weltweiten Ölreserven zählen nur durch Bohrungen bestätigte und mit heutiger Technik förderbare Vorkommen. Alle diese Betrachtungen haben nur einen statistischen Wert.
  • Neue Bohrtechniken erlauben heute schon, Bohrungen in bis zu 3.000 Metern Wassertiefe vorzunehmen.

Wenn man bedenkt, dass 5/7 der Erdoberfläche von Wasser bedeckt sind, dann wird deutlich, was für ein ungeheures Potenzial dort noch schlummert.

Die wichtigsten Ölförderländer und ihre Vorräte:

  • Saudi-Arabien 35,4 Mrd. Tonnen
  • Kanada 24,2 Mrd. Tonnen
  • Iran 17,2 Mrd. Tonnen
  • Irak 15,4 Mrd. Tonnen
  • Kuwait 13,4 Mrd. Tonnen
  • Arabische Emirate 12,9 Mrd. Tonnen
  • Venezuela 10,9 Mrd. Tonnen
  • Russland 8,2 Mrd. Tonnen
  • Lybien 4,7 Mrd. Tonnen
  • Nigeria 3,4 Mrd. Tonnen

 Zukunftsperspektiven für flüssige Brennstoffe 

In der langfristigen Perspektive könnten verbrauchsarme Öl-Heizgeräte zudem mit alternativen flüssigen Brennstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen betrieben werden. Neben dem vorrangigen Schritt der Effizienzsteigerung durch moderne Heiztechnik würde dieser nächste Schritt im Bereich des Energieträgers den Bedarf an konventionellem Öl reduzieren und zur Versorgungssicherheit beitragen. Flüssige Biobrennstoffe weisen eine hohe Energiedichte auf und lassen sich mit moderner Verbrennungstechnik nahezu rückstands- und schadstofffrei verbrennen. Sie sind zudem relativ einfach zu transportieren und zu lagern. 

 Download: Zukunftsperpektiven für flüssige Brennstoffe