Heizölpreise fallen in Hamburg am 11.11.16 um ca. € -0,42 per 100 ltr.

Der Heizölpreis ist am heutigen Freitag um ca. € -0,42 pro 100 Liter gefallen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl kostet heute in Hamburg EUR 52,54 bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 1.576,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus im Großraum Hamburg.* (Jahresdurchschnittpreise Heizöl: Ø-2015: € 59,20 / Ø-2014: € 78,26 / Ø-2013: € 85,27 / Ø-2012: € 90,72)

Aktuelle Nachrichten zu den Themen Heizölpreise Hamburg und Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl der meistgehandelten US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) ist am gestrigen Donnerstag nach Veröffentlichung von einem bearishen Monatsreport der Internationalen Energieagentur (IEA) um -0,61 US-Dollar je Barrel auf die Marke von 44 US-Dollar gefallen. Die USA werden demnach im aktuellen sowie im kommenden Jahr mehr Öl produzieren, als bisher gedacht. Davon gehen die Experten in ihren jüngsten Monatsreports aus. Das Ölangebot außerhalb der OPEC wird im kommenden Jahr insgesamt weiter wachsen, wobei die IEA damit rechnet, dass alleine Brasilien, Kanada, Kasachstan und Russland ihre Produktion um etwa 0,5 Mio. Barrel pro Tag anheben werden.

Am heutigen Freitag und letzten Handelstag der Woche notiert der Ölpreis etwas leichter und weiter oberhalb der Marke von insgesamt 44 US-Dollar. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 44,36 US-Dollar. Das waren -0,30 US-Dollar je Barrel weniger als am Donnerstagabend (Schlusskurs: 44,66 US-Dollar) in New York.

Ausblick - Ölpreisprognose
Laut einer neuen Umfrage unter Investmentbanken haben die Experten ihre Einschätzung für das kommende Jahr unverändert zu ihren Ölpreisprognosen gegenüber dem Vormonat belassen. Die Analysten rechnen mit einem Durchschnittspreis von 56 US-Dollar im kommenden Jahr für europäsiche Ölsorte Brent. Die US-Rohölsorte WTI wird weiterhin etwas günstiger als die europäische Rohölsorte gesehen und wird im Durchschnitt bei 54 US-Dollar erwartet. Die Investmentbanken schließen damit zwar eine starke Preisrallye aus, erwarten allerdings noch immer einen deutlichen Preisanstieg zum aktuellen Jahr. Bis einschließlich Anfang November 2016 lagen die Durchschnittspreise für das laufende Jahr bei 44 US-Dollar für Brent und 42 US-Dollar für WTI. Entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung im kommenden Jahr wird vermutlich die Entscheidung der OPEC am 30. November haben und ob das Kartell, zusammen mit Nicht-OPEC Ländern (Russland), eine signifikante Produkionsmenge vom Markt nehmen kann. Die Mehrheit der Analysten geht jedoch davon aus, dass der Markt nicht vor der zweiten Jahreshälfte ausgeglichen sein wird, was darauf hindeutet, dass die Preise zum Jahresbeginn eher noch weich erwartet werden.

Bullishe (preistreibende) Faktoren
+ Pipeline Ausfälle in Nigeria
+ Russland beteligt sich evtl. an Produktionsbegrenzung der OPEC
+ Kompromiss zwischen Irak und Saudi-Arabien?
+ OPEC will Produktion kürzen

Bearishe (preisdrückende) Faktoren
- Monatsreports EIA+IEA
- Jahresbericht der OPEC sieht 60 USDollar erst in 2020
- Chinesische Rohölimporte gesunken
- Nachfragewachstum im 3. und 4. Quartal 2016 schwächer als erwartet
- Analysten gehen von einer Rekordproduktion der OPEC im Oktober aus
- OPEC kann sich aktuell nicht auf Produktionsmengen einigen

Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose für 2016.

Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.

* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Eimsbüttel, Harburg, Hamburg-Mitte, Hamburg-Nord, Wandsbek, Ahrensburg, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreisentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.