Ölpreisprognose und Faktoren der Ölpreisentwicklung

Viele "Ölpreis-Experten" übertreffen sich immer wieder zu gegenseitig mit ihren Prognosen und liegen am Ende dann auch oftmals daneben bzw. müssen Ihre Prognosen lediglich and die aktuelle Preisentwicklung anpassen. Als Endverbraucher steht man auf der anderen Seite nur staunend vor all den Zahlen und Fakten und stellt sich die Frage, was man nun glauben soll und was nicht. Der folgende Inhalt soll Ihnen als Leser einen Überblick über zusammengetragenen Ölpreisprognosen und fundamentale Rahmendaten bieten. Vielleicht hilft Ihnen hier die eine oder andere Aussage für Ihre eigene persönliche Entscheidung für einen Einkauf von z.B. Heizöl zu einem bestmöglichen Heizölpreis im Großraum Hamburg.

Rohölpreis-Chart der US-Sorte WTI (CL1) - von Trading View

Eine Auswahl von aktuellen Ölpreisprognosen mit Angebots- und Nachfrageentwicklung
05.01.26 - Marktbeobachter und Analysten gehen mehrheitlich davon aus, dass der globale Ölmarkt im Jahr 2026 unter erheblichem Druck stehen wird, da ein wachsendes Angebot auf eine schwächelnde Nachfrage trifft und die Preise belastet. Eine im Dezember durchgeführte Umfrage unter Ökonomen prognostiziert für das Jahr 2026 einen durchschnittlichen Preis für die Nordseesorte Brent von etwas über 61 US-Dollar je Barrel, was eine Korrektur nach unten im Vergleich zu vorherigen Schätzungen darstellt, während für US-Rohöl ein Durchschnittswert von etwas über 58 US-Dollar je Barrel erwartet wird. Diese Einschätzungen erfolgten vor den jüngsten geopolitischen Ereignissen in Venezuela, wobei Experten anmerken, dass mögliche Produktionssteigerungen aus dem südamerikanischen Land nur schrittweise erfolgen dürften und kurzfristige Risiken für den Ölpreis eher uneinheitlich bewertet werden. Auch die OPEC+ hat bei ihrem jüngsten Treffen beschlossen, die Förderquoten unverändert zu lassen, was zwar kurzfristig die Volatilität begrenzen mag, jedoch nach Ansicht von Fachleuten nichts am grundlegenden Überangebot ändert, welches je nach Szenario zwischen 0,5 und 3,5 Millionen Barrel pro Tag liegen könnte. Nachdem die Notierungen für Brent und WTI bereits im Jahr 2025 um rund 19/20 Prozent gefallen sind, bleiben die Aussichten aufgrund der Produktionssteigerungen verschiedener Erzeugerländer verhalten, wobei die Preisprognosen der Analysten in der Spitze bei 68 Dollar liegen und im niedrigsten Fall sogar 55 Dollar je Barrel erreichen könnten. Hinsichtlich der Sanktionen gegen russische Ölexporte gehen Marktkenner davon aus, dass diese angesichts des Bestrebens der US-Regierung nach niedrigen Benzinpreisen und der ohnehin reichlichen globalen Versorgung voraussichtlich nur kurzlebige oder geringe Auswirkungen auf den Markt haben werden. Für Verbraucher hierzulande könnte diese weltweite Marktlage positive Signale senden, da ein anhaltendes Überangebot auf dem Rohölmarkt traditionell auch die hiesigen Heizölpreise drückt. Sollten sich die Prognosen eines Angebotsüberhangs bewahrheiten, dürften Kunden, die Heizöl kaufen müssen, von einem entspannten Preisniveau profitieren, was insbesondere für den Heizölpreis Hamburg und andere regionale Märkte eine Stabilisierung oder gar weitere Vergünstigungen im Jahresverlauf bedeuten könnte.

01.12.25 - Der Heizölpreis Hamburg dürfte 2026 eher gedämpft bleiben: Eine aktuelle Branchenumfrage prognostiziert die Rohölsorte Brent im Jahresdurchschnitt auf etwa 62 US-Dollar je Barrel und WTI bei rund 59 US-Dollar, nachdem Brent 2025 bislang im Schnitt bei rund 69 US-Dollar lag. Analysten verweisen auf ein deutliches Überangebot, das je nach Schätzung zwischen 0,5 und 4,2 Millionen Barrel pro Tag liegen könnte; für das erste Quartal 2026 wird ein Brent-Mittel von etwa 61US-Dollar erwartet. Gleichzeitig sollen geopolitische Risiken und mögliche Angebotsstörungen einen Preisboden nahe 60 US-Dollar sichern, während das Nachfragewachstum 2026 mit rund 0,5 bis 1,2 Millionen Barrel pro Tag moderat bleiben dürfte. OPEC+ wird nach Markteinschätzung größere Förderausweitungen vorerst vermeiden und nur bei längerfristig sehr niedrigen Preisen gegensteuern. Für Verbraucher bedeutet dies tendenziell stabile bis leicht nachgebende Heizölpreise in Hamburg: Hohe Lagerverfügbarkeit und freundliche Rohölnotierungen begrenzen Aufschläge, zugleich verhindert die geopolitische Risikoprämie stärkere Preisrückgänge. Insgesamt spricht die Konstellation für ruhige Heizöl- und Heizölpreise ohne ausgeprägte Ausschläge.

24.11.25 - Bankanalysten rechnen mittel- bis langfristig mit moderaten Ölpreisen: Für 2027 werden rund 57 US-Dollar je Barrel Brent und etwa 53 US-Dollar für WTI erwartet; die Schätzungen für 2026 bleiben bei etwa 58 bzw. 54 US-Dollar. Auf der Nachfrageseite wird 2025 ein Zuwachs von rund 1 Mio. Barrel pro Tag auf rund 105,5 Mio. gesehen, ähnlich hohe Anstiege in 2026 bevor der Zuwachs in 2027 auf etwa 1,2 Mio. Barrel pro Tag anzieht. Angebotsseitig dürfte das Wachstum 2025 und 2026 zeitweise ein Mehrfaches der Nachfrage ausmachen und erst 2027 deutlich langsamer zulegen; rund die Hälfte des Plus stammt laut Einschätzung von Nicht-OPEC+-Produzenten, getragen von Offshore-Projekten und fortgesetzter Schieferdynamik. Da OPEC+ seit April mehr fördert und auch die USA sowie Brasilien zulegen, bleibt der Markt ohne stärkere Kürzungen tendenziell gut versorgt. Solange die Nachfrage um etwa 0,8–1,3 Mio. Barrel pro Tag zunimmt und OPEC+ stabil agiert, gilt das Gleichgewicht als erreichbar. Für Verbraucher bedeutet das: Der Heizölpreis Hamburg und die allgemeinen Heizölpreise könnten bei anhaltend hohem Angebot eher gedämpft bleiben, kurzfristig aber im Fahrwasser der Rohölnotierungen schwanken.

14.10.25 - Mehrere Branchenvertreter sehen bei Rohölpreisen um 60 US-Dollar je Barrel und darunter eine Zäsur: Besonders in der US-Schieferölindustrie dürfte das Wachstum dann spürbar nachlassen, einige Experten rechnen bei einem anhaltenden Preisniveau im Bereich von 60–65 US-Dollar mit einer Produktionsplateauphase und bei Notierungen in den 50ern sogar mit leichten Rückgängen. Für die Zeit ab Mitte 2026 wird zudem erwartet, dass die Förderung außerhalb des OPEC-Verbunds kaum noch zulegt, sodass die Förderländer des Kartells wieder mehr Marktmacht gewinnen könnten. Kurzfristig steht WTI mit etwa 58 US-Dollar je Barrel unter der 60-Dollar-Marke, belastet durch geopolitische Entspannungssignale und konjunkturelle Handelsrisiken; die Nordseesorte Brent hält sich darüber. Für Verbraucher bedeutet das: Im Moment sprechen die niedrigeren Rohölpreise eher für stabile bis leicht sinkende Heizölpreise in Hamburg. Mittel- bis längerfristig könnte ein möglicher Rückgang der Nicht-OPEC-Förderung jedoch preistreibend wirken – dann wären beim Heizölpreis Hamburg wieder Aufschläge wahrscheinlicher.

30.09.25 - Fachleute rechnen damit, dass die Rohölpreise in diesem Jahr weitgehend seitwärts laufen, obwohl sowohl aus dem OPEC+-Umfeld als auch von Produzenten außerhalb des Verbunds mehr Angebot an den Markt kommt; die Sorge vor einem Überangebot wird durch Unsicherheit rund um russische Ausfuhren gedämpft. Im Schnitt sehen Prognosen für 2025 Brent bei über 67 US-Dollar je Barrel und WTI bei über 64 US-Dollar. Auf der Angebotsseite wurde für Oktober eine weitere Erhöhung um 137.000 Barrel pro Tag beschlossen, womit die Ausweitung seit Jahresbeginn auf über 2,5 Millionen Barrel pro Tag steigt; zusätzlich wirkt die Wiederaufnahme von Lieferungen aus dem Norden des Irak. Demgegenüber stehen mögliche Einschränkungen russischer Exporte – inklusive eines zeitweisen Diesel-Exportstopps und einer verlängerten Benzin-Exportbeschränkung – sowie anhaltend erhöhte geopolitische Risiken, die eher kurzfristige Preisspitzen als einen dauerhaften Aufwärtstrend begünstigen. Parallel rechnen viele Beobachter wegen schwächerer Konjunkturimpulse und Handelshemmnissen nur mit einem moderaten Nachfrageplus von etwa 0,7 Millionen Barrel pro Tag. Für Verbraucher in der Region bedeutet das: Bleiben die globalen Tendenzen so, könnten Heizöl und damit die Heizölpreise in Hamburg tendenziell seitwärts bis leicht abwärts verlaufen; kurzfristige Aufschläge sind jedoch möglich, falls geopolitische Störungen zunehmen oder russische Ausfuhren stärker ausfallen. Insgesamt dürfte der Heizölpreis Hamburg schwankungsanfällig bleiben, ohne klaren Aufwärtstrend, solange die Angebotsausweitung greift und die Nachfrage verhalten bleibt.

09.09.25 - Die OPEC+ hat beschlossen, ihre Ölproduktion im Oktober erneut auszuweiten – diesmal um weitere 137.000 Barrel pro Tag. Dieser Schritt markiert den Beginn einer schrittweisen Rücknahme der freiwilligen Produktionskürzungen, die ursprünglich bis Ende 2026 gelten sollten. Insgesamt könnten somit in den nächsten Monaten bis zu 1,65 Millionen Barrel zusätzlich täglich auf den Markt gelangen, sofern sich der Kurs der Produktionsausweitung fortsetzt. Trotz offiziell angeführter Gründe wie robuster Wirtschaftsdaten und niedriger Lagerbestände in westlichen Industrieländern deutet die tatsächliche Lage auf ein wachsendes weltweites Überangebot hin. Laut internationalen Energieagenturen sind die globalen Ölvorräte zuletzt auf ein 46-Monats-Hoch gestiegen, was den Druck auf die Ölpreise erhöht. Analysten sehen darin einen Strategiewechsel der OPEC+, die offenbar bereit ist, niedrigere Preise in Kauf zu nehmen, um Marktanteile zurückzugewinnen. Auch geopolitische Spannungen, etwa durch verschärfte Sanktionen der USA gegen Iran, Russland oder Venezuela, beeinflussen die Angebotsseite. Gleichzeitig stützt die hohe Rohölnachfrage aus China den Markt, insbesondere durch starke Importe und kontinuierlichen Lageraufbau. Dennoch korrigieren Experten ihre Preisprognosen für 2026 nach unten: Brent wird nun bei etwa 65 USD je Barrel erwartet, WTI bei rund 62 USD. Für den Heizölpreis in Hamburg könnte diese Entwicklung mittelfristig zu einem moderaten Rückgang führen – sofern das globale Überangebot anhält und keine neuen Angebotsrisiken eintreten. Verbraucher in Hamburg dürfen daher auf etwas entspanntere Heizölpreise hoffen, auch wenn kurzfristige Preisschwankungen durch geopolitische Nachrichten weiterhin möglich sind.

08.09.25 - Trotz der jüngsten Entscheidung der OPEC+, ihre Fördermengen zu erhöhen, belässt eine führende US-Investmentbank ihre Prognosen für den Ölpreis bis Jahresende unverändert. Demnach wird für die Nordseesorte Brent weiterhin ein Preis von 56 US-Dollar pro Barrel erwartet, während für die US-Sorte WTI 52 US-Dollar je Barrel prognostiziert werden. Begründet wird diese Einschätzung mit einem Ausgleich zwischen etwas schwächeren aktuellen Preisen und leicht gestiegenen längerfristigen Preisniveaus, die unter anderem auf sinkende globale Reserven und reduzierte freie Förderkapazitäten zurückzuführen sind. Die Analysten gehen davon aus, dass das zusätzliche Angebot vom Markt aufgenommen werden kann, ohne dass es kurzfristig zu starkem Preisdruck kommt. Für den Heizölpreis in Hamburg bedeutet dies vorerst stabile Aussichten – größere Preisschwankungen sind aus heutiger Sicht nicht zu erwarten, solange sich die globalen Lagerbestände im Rahmen bewegen.

29.08.25 - Laut einer aktuellen Umfrage unter Experten dürfte der Spielraum für steigende Ölpreise in diesem Jahr begrenzt bleiben. Grund dafür sind vor allem wachsende Fördermengen der führenden Ölproduzenten sowie Unsicherheiten im Zusammenhang mit US-Strafzöllen, die das globale Nachfragewachstum belasten könnten. Die Prognose für den Durchschnittspreis von Brent-Rohöl im Jahr 2025 liegt bei rund 67,65 US-Dollar pro Barrel und damit kaum verändert gegenüber der Juli-Schätzung. Auch der Preis für US-Leichtöl (WTI) wird mit etwa 64,65 US-Dollar je Barrel nahezu unverändert erwartet. Die jüngste Entscheidung der OPEC+, die tägliche Produktion im September um 547.000 Barrel zu erhöhen, deutet laut Analysten darauf hin, dass die Förderpolitik stärker auf Marktanteile als auf Preisstabilität ausgerichtet ist. Dies könnte in den kommenden Jahren zu einem deutlichen Überangebot führen, was sich preisdämpfend auswirken dürfte. Auch geopolitische Risiken wie ein möglicher Atomdeal mit dem Iran oder anhaltende Spannungen rund um den Ukraine-Konflikt sorgen für Unsicherheit. Trotz zusätzlicher US-Zölle auf Ölexporte aus Indien und fortbestehender Spannungen mit Russland wird nur ein begrenzter Einfluss auf das globale Ölangebot erwartet, da alternative Lieferländer einspringen könnten. Die weltweite Nachfrage soll 2025 zwar steigen, aber in einem moderaten Rahmen – zwischen 500.000 und 1,1 Millionen Barrel pro Tag. Für den Heizölpreis in Hamburg bedeutet diese Gesamtlage aktuell eine gewisse Stabilität mit leichtem Abwärtspotenzial. Sollten sich die Erwartungen eines anhaltenden Überangebots bestätigen, könnten die Heizölpreise in Hamburg mittelfristig unter Druck geraten. Wer Heizöl kaufen möchte, sollte jedoch weiterhin die Entwicklung auf dem Weltölmarkt im Blick behalten, da geopolitische Ereignisse jederzeit für plötzliche Preisschwankungen sorgen können.

22.08.25 - Experten der schweizerischen UBS gehen davon aus, dass der weltweite Ölverbrauch im August seinen Jahreshöhepunkt erreichen und anschließend leicht zurückgehen wird. Im weiteren Jahresverlauf rechnen Analysten mit einem moderaten Rückgang der Preise in Richtung des unteren Bereichs der aktuellen Spanne, da das Angebot – vor allem aus Südamerika und dem Nahen Osten – weiter wächst, während die Nachfrage im vierten Quartal voraussichtlich abnimmt. Trotz steigender Fördermengen vor allem aus Brasilien, Guyana sowie durch die Lockerung der Förderkürzungen bei OPEC+-Ländern wie Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, bleibt der Markt bislang stabil. Anzeichen für ein Überangebot sind derzeit nicht klar erkennbar. Allerdings deuten erste Marktbewegungen wie die abnehmende Rückwärtsation (Backwardation) darauf hin, dass Händler in Zukunft mit einem besser versorgten Markt rechnen. Für Verbraucher in Deutschland bedeutet dies, dass der Heizölpreis in Hamburg kurzfristig eher stabil bleibt, mittelfristig aber Spielraum für sinkende Heizölpreise besteht – insbesondere, wenn sich die Prognosen zu einem steigenden Angebot und rückläufiger Nachfrage bestätigen.

04.08.25 - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hält an ihrer bisherigen Prognose fest und erwartet für das vierte Quartal 2025 einen durchschnittlichen Brent-Ölpreis von 64 US-Dollar pro Barrel sowie einen Rückgang auf 56 US-Dollar im Jahr 2026. Allerdings weist das Institut auf eine zunehmende Unsicherheit hin, unter anderem durch verschärften Druck auf sanktionierte Ölexporte aus Russland und dem Iran, was tendenziell preistreibend wirken könnte – insbesondere angesichts einer schneller als erwarteten Rückkehr begrenzter globaler Reserven. Gleichzeitig nennt die Bank aber auch Abwärtsrisiken: Die schwache wirtschaftliche Entwicklung in den USA sowie höhere Zölle und mögliche Sekundärmaßnahmen gegen Drittstaaten könnten das erwartete Nachfragewachstum von 800.000 Barrel pro Tag in den Jahren 2025 und 2026 dämpfen. Die OPEC+ hat unterdessen für September eine weitere Fördererhöhung um 547.000 Barrel täglich beschlossen. Danach rechnen Analysten jedoch mit einem Stopp der Ausweitung, da saisonale Nachfrageeffekte nachlassen und sich die Lagerbestände in den OECD-Ländern schneller aufbauen dürften. Aktuell notiert Brent bei rund 69,27 US-Dollar und WTI bei etwa 66,96 US-Dollar je Barrel. Zwar sieht man bei Goldman Sachs derzeit kein akutes Risiko für massive Lieferausfälle aus Russland, da Länder wie China und Indien trotz politischer Spannungen grundsätzlich weiter interessiert sind – erste Zurückhaltung indischer Raffinerien aufgrund gesunkener Preisnachlässe deuten aber auf eine wachsende Unsicherheit hin. Für Verbraucher in Deutschland bedeutet diese Marktlage kurzfristig stabile, jedoch anfällige Ölpreise. Der Heizölpreis in Hamburg dürfte angesichts des derzeit noch hohen Rohölpreisniveaus leicht erhöht bleiben, könnte aber im weiteren Jahresverlauf durch eine schwächere Nachfrage und höhere Fördermengen wieder nachgeben. Wer Heizöl benötigt, sollte die Preisentwicklung aufmerksam verfolgen, da politische Entwicklungen weiterhin für starke Schwankungen sorgen können.

01.07.25 - Laut Einschätzung von Marktbeobachtern könnte der Preis für Brent-Rohöl bis Anfang nächsten Jahres auf etwa 60 US-Dollar pro Barrel zurückgehen. Gründe hierfür sind ein gut versorgter Markt und die nachlassenden geopolitischen Spannungen nach der jüngsten Entspannung zwischen Israel und dem Iran. Zusätzlich wird in den kommenden Jahren ein kräftiges Angebotswachstum bei Ländern außerhalb der OPEC erwartet, das voraussichtlich jährlich um rund eine Million Barrel pro Tag zulegen dürfte – ausreichend, um mit dem prognostizierten Nachfrageanstieg Schritt zu halten. Gleichzeitig setzt die OPEC+ ihre Politik der schrittweisen Produktionsausweitung fort. Für Juli wurde eine Erhöhung um mehr als 400.000 Barrel pro Tag beschlossen, wodurch die seit April angekündigten Fördersteigerungen insgesamt auf rund 1,4 Millionen Barrel pro Tag steigen. Auch wenn geopolitische Risiken den Ölpreis kurzfristig etwas gestützt haben, bleibt die allgemeine Markterwartung durch das zunehmende Angebot und eine verhaltene Nachfrageentwicklung gedämpft. Für Verbraucher in Deutschland, insbesondere beim Heizölpreis in Hamburg, bedeutet dies, dass mittelfristig mit sinkenden Heizölpreisen zu rechnen ist – vorausgesetzt, die globale Versorgungslage bleibt stabil und es kommt zu keiner neuen politischen Eskalation.

27.06.25 - Vom Entlastungseffekt nach dem Waffenstillstand zwischen Iran und Israel ist auf dem Ölmarkt eine merkliche Beruhigung zu spüren: Laut Markterwartungen liegt die Wahrscheinlichkeit einer Unterbrechung der Öllieferungen durch die Meerenge von Hormus nur noch bei etwa vier Prozent. Zuletzt stieg der Brent-Preis bereits bis auf 81 USD, bevor er im Anschluss an die Deeskalation deutlich unter die Marke von 68 USD fiel. Fachleute führen diesen Rückgang darauf zurück, dass in ähnlichen geopolitischen Spannungen zuletzt keine gravierenden Versorgungsstörungen aufgetreten sind, Iran vergleichsweise zurückhaltend reagiert hat und sowohl die USA als auch China kein Interesse an einer Störung der Ölversorgung zeigen. Zudem erwarten Händler zum Herbst hin vermehrte Lageraufbauten. Die Optionenmärkte prognostizieren, dass Brent in drei Monaten mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 60 Prozent im Bereich von 60 USD verbleibt und zu 28 Prozent über 70 USD steigen könnte. Im Falle echter Lieferschwierigkeiten durch die Meerenge wäre sogar ein Preisanstieg auf etwa 90 USD denkbar. Für den deutschen Verbrauch lohnt sich der Blick auf den Heizölpreis in Hamburg: Da der Rohölpreis maßgeblich die Heizölpreise in Hamburg bestimmt, würde eine erneute Eskalation und damit verbundene Unterbrechungen durch Hormus zu spürbar höheren Heizölkosten in Hamburg führen. Aktuell profitiert der Markt von den moderateren Ölpreisen, was sich stabilisierend auf den Heizölpreis in Hamburg auswirkt.

20.06.25 - Laut einer aktuellen Einschätzung von Marktanalysten könnte der Ölpreis der Nordseesorte Brent auf etwa 90 US-Dollar je Barrel steigen, falls es zu einer vorübergehenden Sperrung der Straße von Hormus käme. Diese Meerenge gilt als eine der wichtigsten Transportrouten für Rohöl weltweit – rund 20 Prozent der globalen täglichen Fördermenge, unter anderem aus Saudi-Arabien und dem Irak, passieren diesen Seeweg. Zwar halten Experten eine längerfristige Blockade für unwahrscheinlich, doch bereits eine kurzfristige Unterbrechung könnte spürbare Preissprünge verursachen. Gleichzeitig wird betont, dass ein Ausfall iranischer Öllieferungen wohl weniger Einfluss auf den Markt hätte als vielfach angenommen, da die Exporte zuletzt zurückgegangen sind und vor allem chinesische Abnehmer ihre Käufe reduziert haben. Für Verbraucher in Deutschland – insbesondere beim Heizölpreis in Hamburg – bedeutet dies, dass bei einer Eskalation in der Region durchaus mit Preissteigerungen zu rechnen ist. Die Heizölpreise in Hamburg könnten somit empfindlich auf geopolitische Spannungen in der Golfregion reagieren, auch wenn die Markterwartungen derzeit von einer begrenzten Dauer möglicher Störungen ausgehen.

04.06.25 - Laut einer aktuellen Umfrage unter Banken rechnen viele Finanzhäuser für das laufende Jahr mit einem durchschnittlichen Ölpreis von unter 60 US-Dollar pro Barrel. Hintergrund sind steigende Fördermengen durch das OPEC+-Bündnis sowie eine insgesamt stagnierende weltweite Nachfrage. Für die US-Sorte WTI erwarten die Institute im Schnitt einen Preis von rund 58,30 Dollar, was deutlich unter früheren Prognosen liegt. Einige Schätzungen reichen sogar bis in den Bereich von knapp über 50 Dollar, was für so kurzfristige Ausblicke ungewöhnlich breit gefächert ist. Die Unsicherheit am Markt wird durch geopolitische Spannungen und den anhaltenden Handelsstreit zwischen den USA und China zusätzlich verstärkt. Diese Entwicklung wirkt sich auch auf die Heizölpreise in Hamburg aus: Sinkende Rohölpreise erhöhen den Spielraum für Preisnachlässe im regionalen Heizölhandel. Verbraucher in Hamburg können daher mittelfristig mit einem weiterhin günstigen Heizölpreis rechnen, sofern sich der Abwärtstrend am Ölmarkt fortsetzt.

05.05.25 - Nach der jüngsten Entscheidung der OPEC+, im Juni wie bereits im Mai die tägliche Fördermenge um rund 411.000 Barrel zu erhöhen, hat die US-Investmentbank Goldman Sachs ihre Rohölpreisprognosen für 2025 erneut deutlich nach unten korrigiert – zum dritten Mal innerhalb eines Monats. Die Analysten erwarten nun für die Nordseesorte Brent im laufenden Jahr einen durchschnittlichen Preis von nur noch 60 US-Dollar pro Barrel, nachdem zuvor noch 63 US-Dollar angesetzt worden waren. Für das kommende Jahr wird mit einem weiteren Rückgang auf 56 US-Dollar gerechnet. Beim US-Öl WTI wird 2025 nun ein Durchschnittspreis von 56 US-Dollar erwartet, was eine Absenkung um drei Dollar bedeutet. Hintergrund dieser Anpassung ist die Strategieänderung innerhalb der OPEC+, die trotz konjunktureller Unsicherheiten infolge globaler Handelskonflikte mehr Öl auf den Markt bringt. Experten deuten dies als Signal für einen möglichen längerfristigen Strategiewechsel der Allianz, mit dem nicht zuletzt auch der Wettbewerbsdruck auf die US-Schieferölindustrie erhöht werden soll. Gleichzeitig besteht die Sorge, dass das zusätzliche Angebot zu einem dauerhaften Überhang auf dem Markt führen könnte. Für den Heizölpreis in Hamburg ergeben sich aus dieser Entwicklung aktuell günstige Perspektiven. Durch die schwächeren Rohölnotierungen ist in dieser Woche mit einem rückläufigen Trend bei den Heizölpreisen zu rechnen, was für Verbraucher einen günstigen Kaufzeitpunkt bedeuten kann.

15.04.25 - Die Prognosen für den Ölmarkt haben sich innerhalb weniger Tage deutlich eingetrübt – nicht nur für das laufende Jahr, sondern vor allem für 2026. Nachdem zusätzliche Fördermengen aus dem OPEC+-Verbund und neue US-Zölle die Preise zuletzt unter 60 US-Dollar je Barrel gedrückt hatten, revidieren Branchenbeobachter und Marktanalysten ihre Einschätzungen für die kommenden Monate deutlich nach unten. Selbst traditionell optimistische Experten rechnen inzwischen mit weiteren Rückgängen – einige Szenarien schließen sogar einen Absturz auf 40 US-Dollar nicht aus. Besonders ins Gewicht fällt die jüngste Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA), die von einer globalen Angebotsüberhänge in jedem Quartal bis Ende 2026 ausgeht. Das liegt unter anderem an der reduzierten Nachfrageprognose: Der erwartete tägliche Verbrauchszuwachs für 2025 wurde auf lediglich 730.000 Barrel gesenkt, für 2026 ist die Aussicht noch verhaltener. Gleichzeitig soll das Überangebot dann 1,4 Millionen Barrel pro Tag erreichen. Diese Entwicklungen könnten ein Anzeichen dafür sein, dass die globale Ölnachfrage sich dauerhaft abschwächt – möglicherweise steht der Wendepunkt bereits bevor. Zusätzlich belastet der sich verschärfende Handelskonflikt zwischen den USA und China den Markt, was bereits im Segment der Flüssiggasprodukte wie Propan zu dramatischen Preisrückgängen geführt hat. Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland bedeutet der anhaltende Preisdruck auf dem Rohölmarkt, dass auch der Heizölpreis in Hamburg weiterhin unter Abwärtsdruck geraten könnte. Sollten sich die globalen Überkapazitäten und die sinkende Nachfrage wie erwartet fortsetzen, ist mit weiter fallenden Heizölpreisen in Hamburg zu rechnen.

14.04.25 - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Erwartungen für die Entwicklung der Ölpreise erneut nach unten korrigiert – zum dritten Mal seit Anfang April. Für das laufende Jahr rechnet die Bank nun mit einem durchschnittlichen Brent-Preis von 63 US-Dollar pro Barrel, für 2026 sogar nur noch mit 58 Dollar. Die US-Sorte WTI wird 2025 bei durchschnittlich 59 Dollar gesehen, im übernächsten Jahr bei 55 Dollar. Grund für die erneute Anpassung ist laut Analysten ein schwächeres Nachfragewachstum als ursprünglich erwartet. Für 2025 geht Goldman lediglich von einem Zuwachs von 300.000 Barrel pro Tag aus. Auch für das vierte Quartal 2026 wurden die Erwartungen um 900.000 Barrel pro Tag nach unten revidiert. Sollte die OPEC+ ihre Produktionsbeschränkungen ganz aufheben, könnten die Preise laut Einschätzung der Bank sogar auf unter 40 US-Dollar je Barrel fallen. Auch die zunehmende Rezessionsgefahr sowie die Möglichkeit eines höheren Ölangebots durch OPEC+ werden als Risiken für den Ölpreis genannt. Umgekehrt könnten die Preise steigen, wenn die US-Regierung ihre Zollpolitik deutlich entschärfen und damit das Vertrauen von Märkten und Verbrauchern stärken würde. Für Verbraucher in Deutschland, insbesondere in Bezug auf den Heizölpreis in Hamburg, könnten sich diese Prognosen dämpfend auswirken. Sollten die Rohölpreise tatsächlich längerfristig niedrig bleiben, wäre auch mit tendenziell günstigeren Heizölpreisen in Hamburg zu rechnen – vorausgesetzt, der Euro bleibt gegenüber dem Dollar stabil und es gibt keine neuen Versorgungsengpässe.

08.04.25 - Laut einer aktuellen Analyse von Goldman Sachs, die dieser Tage veröffentlicht wurde, halten Experten im Falle besonders drastischer Entwicklungen einen Rückgang des Brent-Rohölpreises auf unter 40 US-Dollar pro Barrel für möglich. Dieses Szenario wäre allerdings nur bei einem gleichzeitigen weltweiten Konjunktureinbruch und dem vollständigen Ende der Förderkürzungen durch die OPEC+ realistisch – und wird als eher unwahrscheinlich eingeschätzt. In einem solchen Fall wäre mit einem Preisrückgang erst gegen Ende 2026 zu rechnen. Die realistischere Prognose der Bank sieht den Brent-Preis für Dezember dieses Jahres hingegen bei etwa 55 US-Dollar je Barrel. Hintergrund dieser Einschätzungen ist die aktuelle Unsicherheit auf dem Weltmarkt: Die anhaltenden Handelsstreitigkeiten, insbesondere zwischen den USA und China, sorgen für konjunkturelle Risiken, die die Nachfrage nach Energie dämpfen könnten. Gleichzeitig hat die OPEC+ überraschend mehr Öl auf den Markt gebracht als erwartet, was das Angebot zusätzlich erhöht. Diese Entwicklungen haben nicht nur Goldman Sachs, sondern auch andere große Banken wie Morgan Stanley und Societe Generale dazu veranlasst, ihre Preisprognosen nach unten zu korrigieren und verschiedene mögliche Szenarien durchzuspielen. Für Verbraucher in Deutschland – und insbesondere mit Blick auf den Heizölpreis in Hamburg – bedeutet das aktuell eher Entspannung. Sollte sich die Erwartung sinkender Rohölpreise bestätigen, könnten die Heizölpreise in Hamburg mittelfristig weiter günstig bleiben oder sogar noch nachgeben. Dies hängt allerdings stark von der tatsächlichen Entwicklung der Weltwirtschaft und dem weiteren Kurs der OPEC+ ab.

04.04.25 - Die Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Ölpreisprognosen für die kommenden Jahre spürbar gesenkt. Hintergrund ist zum einen die überraschende Entscheidung der OPEC+, bereits ab Mai deutlich mehr Rohöl auf den Markt zu bringen, und zum anderen die Einführung neuer Importzölle durch die US-Regierung, die nach Einschätzung der Bank das Risiko einer globalen Rezession erheblich erhöhen. Für das laufende Jahr rechnen die Analysten nun im Durchschnitt mit einem Brent-Preis von 69 US-Dollar pro Barrel und einem WTI-Preis von 66 US-Dollar. Auch für das Jahr 2026 sehen sie weiteren Abwärtsspielraum und haben ihre Prognosen auf 62 US-Dollar für Brent und 59 US-Dollar für WTI reduziert. Besonders kritisch bewerten sie die Entwicklung für das Jahr 2026, da neben den konjunkturellen Risiken auch eine anhaltend höhere Förderung der OPEC+ die Preise belasten dürfte. Die Entscheidung der acht wichtigsten Förderländer des Kartells, die geplanten Produktionsausweitungen für drei Monate gebündelt bereits im Mai umzusetzen, übertraf die Erwartungen vieler Marktbeobachter deutlich und setzte die Rohölpreise zusätzlich unter Druck. Auch die weltweite Ölnachfrage wird nun niedriger eingeschätzt als zuvor – für 2025 rechnet Goldman Sachs nur noch mit einem Zuwachs von 600.000 Barrel täglich statt der bisher prognostizierten 900.000. Diese Entwicklung wirkt sich auch auf den Heizölpreis in Hamburg aus: Aufgrund der sinkenden Rohölpreise ergeben sich aktuell günstigere Einkaufsmöglichkeiten für Verbraucher. Die Heizölpreise in Hamburg zeigen sich entsprechend rückläufig, was Haushalte mit Ölheizung finanziell entlastet. Wie lange dieser Trend anhält, hängt jedoch stark von weiteren geopolitischen Entwicklungen und wirtschaftspolitischen Entscheidungen ab.

31.03.25 - Der aktuelle Ölmarkt steht unter dem Einfluss mehrerer belastender Faktoren, die laut einer aktuellen Umfrage unter fast 50 Analysten und Ökonomen auf eine gedämpfte Preisentwicklung im weiteren Jahresverlauf hindeuten. Als entscheidend gelten dabei die ab April geplanten Förderausweitungen durch das OPEC+-Bündnis sowie ein zunehmendes Angebot aus Nicht-OPEC-Staaten wie den USA, Brasilien, Norwegen und Guyana. Gleichzeitig bremsen wirtschaftspolitische Unsicherheiten – insbesondere mit Blick auf die US-Zollpolitik und die drohende konjunkturelle Abkühlung – die globale Ölnachfrage. Das Resultat ist ein erwarteter Angebotsüberschuss, der die Preise begrenzt. Die durchschnittliche Prognose für den Brent-Preis liegt laut März-Umfrage bei fast 73 US-Dollar je Barrel – ein Rückgang gegenüber der Februar-Prognose. Auch für die US-Sorte WTI rechnen Fachleute mit einem leichten Rückgang auf etwas mehr als  69 Dollar pro Fass. Einige Investmenthäuser wie Goldman Sachs sehen mittel- bis langfristig sogar eher Abwärtsrisiken für den Ölpreis, vor allem wenn die Handelsspannungen eskalieren und die OPEC+ ihre Förderpolitik nicht zügig anpasst. Das Institut senkte daher seine Brent-Prognose für Ende 2025 um fünf Dollar auf 71 US-Dollar je Barrel. Für Verbraucher in Deutschland – und insbesondere für den Heizölpreis in Hamburg – bedeutet diese Entwicklung tendenziell Entspannung. Sollte sich das Überangebot weiter verfestigen und die Rohölpreise stagnieren oder sogar leicht sinken, ist mittelfristig auch mit stabilen bis leicht rückläufigen Heizölpreisen in Hamburg zu rechnen. Kurzfristige Schwankungen bleiben jedoch möglich, etwa durch Wechselkursänderungen oder regionale Nachfrageeffekte.

17.03.25 - Goldman Sachs senkt seine Ölpreisprognose für Dezember auf 71 US-Dollar pro Barrel, da steigende OPEC+-Fördermengen und Handelskonflikte die Nachfrage dämpfen. Große Rohölhändler wie Vitol und Gunvor rechnen mit einem Überangebot, und die IEA erwartet für 2025 einen Überschuss von 600.000 Barrel pro Tag. Trotz geopolitischer Risiken, darunter US-Luftangriffe auf die Huthis, könnte Brent zwischen 65 und 80 US-Dollar schwanken und im Schnitt 68 US-Dollar erreichen. Für die Heizölpreise in Hamburg bedeutet dies tendenziell stabile bis leicht sinkende Notierungen, solange das hohe Angebot die Nachfrage übertrifft.

10.03.25 - Für 2025 wird ein durchschnittlicher Brent-Preis von rund 66,5 US-Dollar pro Barrel prognostiziert, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die schwache globale Nachfrage, insbesondere durch Chinas stagnierenden Kraftstoffverbrauch aufgrund des wachsenden Elektrofahrzeugmarktes, sowie sinkende Raffineriemargen belasten die Preisentwicklung. Auch die zurückhaltende Investitionsstrategie vieler Ölkonzerne und steigende Produktionskosten in alternden Schieferölfeldern begrenzen das Angebot. Für Verbraucher in Deutschland bedeutet diese Entwicklung potenziell weiter schwankende Heizölpreise in Hamburg. Da sich der Heizölpreis in Hamburg eng an die Rohölpreise koppelt, könnten niedrigere Rohölpreise grundsätzlich für günstigere Heizölpreise sorgen. Allerdings spielen auch Wechselkurse, regionale Faktoren und Steuern eine Rolle. Während kurzfristige Schwankungen möglich sind, könnten sich Verbraucher mittelfristig über eine stabilere oder leicht sinkende Preisentwicklung freuen. Wer Heizöl benötigt, sollte die Marktentwicklung im Auge behalten und günstige Kaufzeitpunkte nutzen.

24.02.25 - Eine aktuelle Umfrage von S&P Global Commodity Insights auf dem London Energy Forum zeigt, dass ein großer Teil der Marktteilnehmer mit einem relativ stabilen Ölpreis bis zum Jahresende rechnet. Rund 42 % der Befragten erwarten den Preis für die Nordsee-Sorte Brent zwischen 65 und 75 US-Dollar pro Barrel, während ein ebenso großer Anteil von 75 bis 85 US-Dollar ausgeht. Lediglich 2 % der rund 210 Teilnehmer prognostizieren einen Anstieg über 95 US-Dollar pro Barrel. Experten werten diese Einschätzungen als Hinweis auf eine weitgehend konstante Marktlage, die angesichts der globalen Unsicherheiten bemerkenswert ist. Diese Entwicklung dürfte sich auch auf die Heizölpreise in Hamburg auswirken, da stabile Rohölpreise tendenziell zu geringeren Preisschwankungen im Heizölmarkt führen.

31.01.25 - Laut Goldman Sachs könnten die Brent-Rohölpreise kurzfristig auf bis zu 93 US-Dollar pro Barrel steigen, falls Sanktionen die Exporte aus Iran und Russland um insgesamt 1 Million Barrel pro Tag (bpd) reduzieren. Besonders der Iran könnte anhaltende Lieferausfälle verzeichnen, während Russland vorübergehende Einbußen erleben könnte. Diese Entwicklung würde die globalen Rohölmärkte weiter verknappen, da geopolitische Spannungen die Lieferketten ohnehin bereits belasten. Ein Unsicherheitsfaktor in dieser Prognose ist die Haltung der OPEC. Während der neue US-Präsident auf eine Produktionsausweitung drängt, um die Ölpreise zu senken und Russland wirtschaftlich weiter unter Druck zu setzen, sieht die Bank Standard Chartered wenig Erfolgschancen für dieses Vorhaben. OPEC+ dürfte an ihrer bisherigen Strategie festhalten, die eine schrittweise Produktionssteigerung frühestens ab April vorsieht und eine Überversorgung des Marktes vermeiden soll. Im Oktober hatte Goldman Sachs bereits prognostiziert, dass Brent aufgrund möglicher Produktionsausfälle im Iran um 10 bis 20 US-Dollar pro Barrel steigen könnte. Sollten die Rohölpreise tatsächlich in Richtung 93 US-Dollar pro Barrel steigen, würde dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zu steigenden Heizölpreisen in Hamburg führen. Verbraucher in Hamburg sollten die Preisentwicklung genau beobachten und eventuell frühzeitig tanken, um sich gegen mögliche Preissteigerungen abzusichern.

22.01.25 - Experten der Citigroup gehen davon aus, dass die Ölpreise 2025 auf einem hohen Niveau bleiben könnten. Gründe dafür sind unter anderem die jüngsten US-Sanktionen gegen russische Ölexporte, logistische Engpässe und strategische Maßnahmen führender Förderländer. Über 180 Schiffe, die für den Transport russischen Öls genutzt werden, unterliegen nun Einschränkungen. Zudem hat die US-Regierung Sanktionen gegen zwei große russische Ölkonzerne verhängt, die zusammen einen erheblichen Anteil an den russischen Exporten haben. Obwohl Citigroup für 2025 einen durchschnittlichen Brent-Preis von 67 US-Dollar pro Barrel prognostiziert hatte, liegt der aktuelle Preis deutlich höher bei rund 79 US-Dollar. Neben diesen geopolitischen Faktoren tragen auch die stabilen Förderquoten der OPEC+ und eine höhere Nachfrage als erwartet zur Marktstärke bei. Die OPEC+ hat beschlossen, ihre geplanten Fördererhöhungen erst ab April 2025 umzusetzen und die vollständige Aufhebung der Produktionskürzungen bis Ende 2026 zu verzögern. Dadurch wird dem Markt weniger Öl zur Verfügung stehen als ursprünglich geplant, was das Angebot begrenzt und die Preise stützt. Diese Entwicklungen haben spürbare Auswirkungen auf die Heizölpreise in Hamburg. Da Rohöl teurer wird, ziehen auch die Heizölpreise an. Verbraucher in Hamburg müssen sich auf steigende Kosten einstellen, denn bereits jetzt haben sich die Preise für 100 Liter Heizöl zuletzt merklich erhöht. Wer auf Heizöl angewiesen ist, sollte daher die Preisentwicklung im Auge behalten und gegebenenfalls frühzeitig einkaufen, um mögliche weitere Anstiege zu vermeiden.

14.01.25 - Die jüngsten Entwicklungen auf dem internationalen Ölmarkt lassen aufhorchen: Nach Wochen, in denen Experten mit einem Rückgang der Ölpreise rechneten, hat sich die Situation grundlegend geändert. Faktoren wie geopolitische Spannungen und Produktionskürzungen könnten die Preise für Rohöl auf einem höheren Niveau stabilisieren. Insbesondere die USA stehen mit neuen Sanktionen gegen Russland und möglichen verschärften Maßnahmen gegen den Iran im Fokus. Beide Länder zählen zu den wichtigsten Ölproduzenten der Welt, und Einschränkungen ihrer Exporte könnten das globale Angebot drastisch verringern. Die Organisation OPEC+, zu der auch Saudi-Arabien gehört, profitiert von dieser Entwicklung. Länder wie Saudi-Arabien, deren Wirtschaft stark vom Öl abhängt, benötigen Preise von etwa 80 US-Dollar pro Barrel, um ihre Staatsausgaben zu finanzieren. Gezielte Förderkürzungen und externe Einflüsse haben in den letzten Wochen dazu beigetragen, dass die Preise dieses Niveau erreichen könnten. Eine weitere Entwicklung ist die zunehmende Unabhängigkeit der USA von saudischem Öl. Dank der Schieferölproduktion und der kanadischen Ölindustrie sind die US-Importe aus Saudi-Arabien auf ein historisches Tief gesunken. Dennoch bleibt Saudi-Arabien ein wichtiger Akteur, insbesondere für den asiatischen Markt, der weiterhin stark von saudischem Öl abhängig ist. Steigende Rohölpreise wirken sich in der Regel direkt auf die Heizölpreise aus. Für Verbraucher in Hamburg könnte dies bedeuten, dass die Kosten für Heizöl in den kommenden Wochen anziehen, insbesondere wenn die Preise auf dem aktuellen Niveau bleiben oder weiter steigen. Saisonale Faktoren wie die erhöhte Nachfrage in den Wintermonaten könnten diesen Trend zusätzlich verstärken. Heizölkunden sollten die Marktentwicklung daher im Blick behalten und überlegen, frühzeitig nachzukaufen, um sich gegen weitere Preissteigerungen abzusichern.

02.01.25 - Die Ölpreise dürften 2025 aufgrund schwacher Nachfrage aus China und steigender globaler Produktion bei etwa 70 US-Dollar pro Barrel gedeckelt bleiben. Eine Umfrage unter Analysten schätzt Brent auf durchschnittlich 74,33 US-Dollar und US-Rohöl auf 70,86 US-Dollar. Das Überangebot, insbesondere durch steigende Nicht-OPEC-Produktion, und die langsame Nachfrageerholung, auch durch den E-Auto-Boom, belasten die Preise. Kurzfristige Unterstützung könnte es durch härtere Iran-Sanktionen geben. Für Heizölpreise in Hamburg bedeutet dies voraussichtlich moderate Schwankungen, mit Chancen für günstige Preise bei anhaltendem Überangebot.

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Verhältnis Ölpreisentwicklung zu Heizölpreisen
Fallende Rohölpreise bedeuten übrigens nicht immer auch gleichzeitig fallende Heizölpreise im Euroraum. Sinkende Notierungen für Rohöl stehen in der Regel im Einklang mit einem steigenden US-Dollar bzw. (siehe Beispielgraphik rechts) einem fallenden Eurokurs. Da Rohöl an den internationalen Rohstoffmärkten in US-Dollar gehandelt wird, bewirken sinkende Rohölpreise somit nur teilweise einen günstigeren Heizölpreis. Ein fallender US-Dollarkurs sorgt andersherum für einen günstigen Wechselkurs in "Nicht-US-Dollar-Ländern" und somit zu einer höheren Nachfrage nach "günstigerem" Öl, was wiederum in der Folge zu steigenden Ölpreisnotierungen führt. Spekulanten nutzen den Rohstoff Öl oftmals als Hedge (Sicherungsgeschäft), um sich vor Währungsverlusten des US-Dollars und möglichen Inflationsgefahren in den USA zu schützen. Daher stehen kräftige Kursverluste des US- Dollars gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung traditionell im Einklang mit steigenden Ölpreisnotierungen. 

Fundamentale Rahmendaten
Für bullishe Kaufimpulse an den Märkten sorgen wiederkehrende Anschläge militanter nigerianischer Rebellen auf Öleinrichtungen im eigenen Land. Nigeria produziert aufgrund von vorkommenden Kampfhandlungen nur circa die Hälfte der möglichen Gesamtkapazität von rund 3 Mio. Barrel pro Tag. Das größte Ölförderland Afrikas verfügt mit geschätzten 37,5 Milliarden Barrel Ölreserven über besonders hochwertiges Rohöl der Sorte Bonny Light, welches sich auch sehr gut für die Weiterverarbeitung in Destillate wie Heizöl und Diesel eignet.

Für steigende Preise sorgen regelmäßig Sturmaktivitäten im Golf von Mexiko sowie im atlantischen Becken im Zeitraum von Anfang Juni bis Ende November, der offiziellen Hurrikansaison. In den vergangenen Jahren haben Wirbelstürme im Spätsommer und Herbst, wie der Hurrikan Katrina im Jahr 2005, teils verheerende Schäden an der Ölinfrastruktur in den USA und Mexiko verursacht. Solche Ereignisse führten zu erheblichen Beeinträchtigungen bei der Förderung und Verarbeitung von Öl, was die Ölpreise zeitweise auf damalige Allzeithochs trieb. Auch die jüngsten Hurrikansaisons hatten stellenweise erheblichen Einfluss auf die Ölanlagen im Golf von Mexiko sowie auf die Raffinerien im Süden der USA. Dabei bleiben die Vorhersagen der Meteorologen zur Häufigkeit und Stärke von Hurrikanen oft ungenau, was jedoch die Marktteilnehmer nicht davon abhält, solche Prognosen als potenziell preistreibende Faktoren zu interpretieren. 

Neue Marktimpulse, ausgehend von der Angebots- und Nachfragesituation, versprechen sich Experten von der wöchentlichen Veröffentlichung der jeweils neuesten US-Lagerbestandsdaten, die i.d.R. jeden Mittwochnachmittag (16:30 Uhr-MEZ) durch die US-Energiebehörde „Department of Energy“ (DoE) bekannt gegeben werden. Unter den zahlreichen statischen Daten wie z.B. die prozentuale Auslastung der US-Raffinerien stehen insbesondere die Entwicklung der Bestände an Rohöl, Benzin und die der Destillate, dazu zählen Heizöl und Dieselkraftstoff, im Fokus des Marktgeschehens. Hierbei gilt es auch saisonale Gegebenheiten zu berücksichtigen, so u.a. während der US-amerikanischen Sommerferien. In der sog. „driving season“ steigt aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens die Nachfrage nach Benzin dermaßen an, dass die Produktion von Destillat-Produkten wie Heizöl gedrosselt wird. Die „driving season“ beginnt und endet mit den US-Feiertagen Memorial Day (31. Mai) und Labor Day (06. September). 

Im Fokus des Marktgeschehens steht weiterhin die Haltung der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die etwa 37 Prozent des weltweiten Ölangebots liefert. Langfristig könnte die Bedeutung der OPEC jedoch weiter abnehmen, da Länder wie Russland, Irak und insbesondere die USA ihre Ölproduktion – beispielsweise durch die Erschließung von Schieferölvorkommen – deutlich ausbauen. Länder wie Libyen und Iran verzeichnen hingegen aufgrund politischer Instabilität und Sanktionen Schwankungen in ihrer Fördermenge. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dass das Kartell Anpassungen an seiner offiziellen Förderpolitik vornimmt, etwa durch Kürzungen der täglichen Fördermengen. Solche Maßnahmen zur Verknappung des Angebots könnten jedoch die Weltwirtschaft belasten, da sie zu einem Rückgang der Nachfrage führen könnten. Gleichzeitig haben die einzelnen OPEC-Mitglieder oft einen Anreiz, ihre Produktion (inoffiziell) über die festgelegten Quoten hinaus zu steigern, um ihre Öleinnahmen und damit ihre Staatshaushalte stabil zu halten. Experten schätzen, dass die Einhaltung der festgelegten Förderquoten innerhalb der OPEC bei rund 55 bis 60 Prozent liegt. Diese Diskrepanz untergräbt regelmäßig die Effektivität des Kartells bei der Steuerung des Ölmarktes.

* West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude). Der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.