Ölpreisprognose 2016 & Ölpreisentwicklung

Fällt der Ölpreis wieder auf 10 US-Dollar zurück? Eine auswahl an ölpreisprognosen:

Viele "Ölpreis-Experten" überbieten sich immer wieder zu gegenseitig mit ihren Prognosen und liegen am Ende dann auch oftmals daneben bzw. müssen Ihre Prognosen lediglich and die aktuelle Preisentwicklung anpassen. Als Endverbraucher steht man auf der anderen Seite nur staunend vor all den Zahlen und stellt sich die Frage, was man nun glauben soll und was nicht.

Als Hauptgrund für den Preisverfall ist eine anhaltende Überversorgung (laut Januar-Monatsreport der Internationalen Energieagentur bei 1,5 Millionen Barrel pro Tag für das erste Halbjahr in 2016) des Marktes mit Rohöl verantwortlich. Die USA fördern mittlerweile mehr Rohöl durch Fracking, als sie selber verbrauchen. Im Jahr 2015 lösten die Vereinigten Staaten von Amerika sogar Saudi-Arabien als weltgrößten Ölproduzenten ab. Mit der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran kommt nun ein weiterer großer Ölproduzent zurück auf den Weltmarkt. Dies wird in der Folge einen Preiskampf um Marktanteile unter den Förderländern auslösen. Während die Korrekturen der Ölpreisprognosen zu Beginn des Jahres 2016 meist noch mit den erwarteten zusätzlichen Exporten aus dem Iran begründet worden waren, verweisen Analysten, die erst kürzlich ihre Schätzungen angepasst haben, auf die Entwicklung an den chinesischen Aktienmärkten sowie auf pessimistischere Wachstumsprognosen für die globale Wirtschaft (IWF und Weltbank) und das damit verbundene schwache Ölnachfragewachstum.

Fallende Ölpreise bzw. fallende Heizölpreise wären hier eine natürliche Folge auf kurz- bis mittelfristige Sicht. Durch die niedrigen Ölpreise sinken allerdings auch die Investitionen der Ölförderländer als auch die der Ölkonzerne in die Öl-Infrastruktur, so dass hier ein Investitionsstau droht. In der Zukunft könnte der Ölpreis dann bei anziehender Nachfrage nach dem (ehemals) schwarzen Gold mangels aktiver Anbieter und maroder Infrastruktur der Ölpreis möglicherweise wieder ansteigen.   

Der folgende Inhalt soll Ihnen als Leser einen Überblick über zusammengetragenen Ölpreisprognosen und fundamentale Rahmendaten bieten. Vielleicht hilft Ihnen hier die eine oder andere Aussage für Ihre eigene persönliche Entscheidung für einen Einkauf von z.B. Heizöl zu einem bestmöglichen Heizölpreis in Hamburg.

Eine Auswahl von aktuellen Ölpreisprognosen mit Nachfrageentwicklung
-Zum ersten Mal seit August letzten Jahres haben zahlreiche größere Banken ihre Preisprognosen für Rohöl gegen Ende März 2016 nach oben korrigiert. Dies hat eine Umfrage des Wall Street Journals gezeigt. Im Durchschnitt stiegen die Prognosen im Vergleich zum vergangenen Monat um einen US-Dollar pro Barrel. Nichtsdestotrotz bleibt ihr Optimismus bezüglich einer Erholung der Ölpreise verhalten. Laut der Umfrage gehen die Banken im Schnitt davon aus, dass ein Barrel der Rohölsorte Brent 2016 durchschnittlich 40 US-Dollar kosten wird. Die US-Rohölsorte WTI soll pro Barrel bei 39 US-Dollar liegen. Die Aufwärtskorrektur ging einher mit dem fast 50%-igen Anstieg der Ölpreise seit Mitte Februar einher, der durch eine geplantes Treffen der wichtigsten Ölproduzenten für ein Abkommen zu einer Förderbegrenzung, eine stabile Nachfrage nach Benzin in den USA sowie einen leichten Rückgang der amerikanischen Ölproduktion verursacht worden war. Trotz der Anhebung der Preisprognosen bleiben die Analysten jedoch skeptisch was die weitere Entwicklung der Ölpreise betrifft. So prophezeien die Experten der Commerzbank bereits, dass die angekündigte, mögliche Förderbegrenzung nichts als "heiße Luft" sein könnte. Bei Standard Chartered geht man davon aus, dass der nächste Anstieg um 10 US-Dollar pro Barrel sich deutlich länger hinziehen könnte als der letzte in dieser Größenordnung, sollte das weltweite Ölangebot weiter steigen. Angesichts der Tatsache, dass die US-Schieferölproduktion bei steigenden Preisen teils wieder rentabler wird, geht Mike Wittner von der Société Générale davon aus, dass eine nachhaltige Rally bis über 45 US-Dollar bei WTI sich selbst ausbremsen dürfte.

-Die Analysten der Bank of America Merrill Lynch haben ihren mittelfristigen Ausblick für den Ölmarkt aktualisiert. Bleibe der Ölpreis bei 30 US-Dollar, werde dies das Angebot außerhalb der OPEC bis 2020 um etwa 4,8 Mio. Barrel pro Tag schrumpfen lassen. Die Nachfrage würde von den niedrigen Preisen profitieren, sodass diese letztlich das Angebot übersteigen und zu einer Unterversorgung führen würde. Die Experten gehen daher davon aus, dass der Ölpreis in den kommenden Jahren steigen müsse und 2020 ein Niveau zwischen 55 und 75 US-Dollar erreichen werde. Für 2016 rechnet man bei der Bank of America Merrill Lynch für Brent mit einem Durchschnittspreis von 46,00 US-Dollar.

-Die Barclays Bank hat ihre Erwartungen ebenfalls angepasst und die Preisprognose für Rohöl der Sorte WTI auf insgesamt 37 US-Dollar reduziert. Zuvor sah man WTI noch bei 56 US-Dollar. Auch wenn man weiter an der Prognose hoher Ölpreise im zweiten Halbjahr festhalte, glaube man, dass die Preise von einem niedrigeren als bisher erwarteten Niveau aus ansteigen werden.

-Die Analysten von Goldman Sachs schätzen den Rohölmarkt weiterhin bearish ein. Vor allem die steigenden Lagerbestände sind für die Experten ein Warnsignal, da der Preisdruck auf die Ölproduzenten bei einer zunehmenden Kapazitätsauslastung steigt. Die Experten senkten am 11.03.16 ihre Prognosen für den durchschnittlichen Ölpreis für die Sorte Brent für dieses Jahr von 45 US-Dollar auf 39 US-Dollar pro Barrel. 2017 soll ein Barrel der Nordsee-Rohölsorte nur noch 60 US-Dollar, statt wie bislang erwartet 62 US-Dollar kosten. Die US-Rohölsorte WTI soll 2016 laut den Analysten nur noch 38 statt 45 US-Dollar kosten, für 2017 rechnen die Analysten mit einem Durchschnittspreis von 58 US-Dollar, 2 US-Dollar weniger als in den vorigen Schätzungen. Goldman Sachs begründet die Senkung der Prognosen damit, dass eine zu frühzeitige Erholung der Preise kontraproduktiv im Bezug auf eine Korrektur (Rückgang) des Angebots wirken könnte. Die Prognosen für einen insgesamt milden Winter in Europa und Nordamerika, in Verbindung mit Beständen auf Rekordhochs, könnte die Preise sogar in Richtung der 20 US-Dollar drücken, so die Einschätzung der Analysten. 

-Die Experten der Citigroup haben ihre Ölpreisprognosen ebenfalls angepasst und nehmen dabei eine andere Haltung als die meisten Analysten ein. Den Durchschnittspreis für Rohöl der US-Sorte WTI sieht man im kommenden Jahr mit 48 US-Dollar unverändert zum Prognosewert von 2015. Vor allem in der ersten Jahreshälfte sieht man die Preise auf niedrigem Niveau, bevor sie zum Jahresende hin anziehen sollen. Im letzten Quartal 2016 soll der Durchschnittspreis für WTI auf 55 US-Dollar geschätzt.

-Die Experten bei Morgan Stanley haben am 04.02.16 ihre Ölpreisprognose für die europäische Sorte Brent gesenkt. Der US-Dollar, makroökonomische Sorgen und andere Nachrichten werden den Ölpreis weiterhin stark beeinflussen und damit die Volatilität hoch halten. Wegen der hohen Bestände und der anhaltenden Überversorgung rechnen die Analysten noch lange mit niedrigen Ölpreisen und sehen Brent in 2016 bei 30 und 2017 bei 40 US-Dollar.

-Das Analystenhaus Bank J.P. Morgan hat Ende Februar seine Preisprognosen für 2016 angehoben. Mittlerweile gehen die Experten davon aus, dass die Rohölsorten Brent und WTI im laufenden Jahr durchschnittlich 32,75 (vorher 31,50) US-Dollar beziehungsweise 32,00 Dollar pro Barrel kosten werden. Im ersten Quartal 2016 soll ein Barrel der Nordsee-Rohölsorte Brent im Durchschnitt für 31 US-Dollar kosten (vorherige Schätzung: 28 US-Dollar), im zweiten für 28 US-Dollar pro Barrel (vorher: 25 US-Dollar). Die Experten begründeten ihre Korrekturen mit einer schwächer als erwarteten Zunahme der Bestände. Für 2017 gehen die Analysten bei beiden Rohölsorten durchschnittlich von einem Preis von 43,25 US-Dollar pro Barrel aus. Damit befindet sich die EIA aber zumindest noch im unteren Mittelfeld der meisten Schätzungen. 

-Bei Nataxis geht man davon aus, dass ein Barrel der Rohölsorte Brent im laufenden Jahr 35,50 US-Dollar kosten wird, womit die französische Investmentbank ihre eigenen Prognosen um 4 US-Dollar pro Barrel gesenkt hat. Die Experten der Citibank haben zwar nur Quartalsprognosen abgegeben, allerdings geht man mit 34 US-Dollar im ersten Quartal und 31 US-Dollar im zweiten Quartal ebenfalls von niedrigeren Preisen aus als noch in den vorausgehenden Schätzungen.

Historische Preisentwicklung von Rohöl der US-Sorte WTI (mit Zoomfunktion)

-Die Weltbank geht davon aus, dass der durchschnittliche Rohölpreis 2016 bei etwa 37 US-Dollar liegt und kürzt damit ihre jüngste Prognose um 14 US-Dollar. Die schwache Ölnachfrage werde anhalten, auch wenn das Angebot mit den Exporten des Irans steigt. Die weiter hohe Rohölförderung in den USA und der insgesamt milde Winter in der nördlichen Hemisphäre werden als weitere Gründe ins Feld geführt. Die niedrigen Preise für Öl und andere Rohstoffe werden aller Voraussicht nach noch eine ganze Weile Bestand haben, so das Fazit. Im Gegensatz zu den meisten anderen Experten beruht die Prognose der Weltbank nicht nur auf die Ölsorte Brent, sondern setzt sich aus einer gleichmäßigen Gewichtung von den Sorten WTI, Brent und Dubai zusammen, die in etwa eine gleiche Qualität haben.

-Auch die Credit Suisse senkt ihre bisherige Preisprognose für Brent 2016 von 56 auf 38 US-Dollar. An den globalen Märkten gebe es eine gewisse Panik, die sich auch auf die Ölbörsen übertrage. Die Sorgen einer globalen Rezession, ausgelöst von einer harten Landung der chinesischen Wirtschaft, was das Ölnachfragewachstum verlangsamen werde, beschäftige die Marktteilnehmer verstärkt, so die Argumente. 

-Andere Marktexperten gehen ebenfalls von weiter sinkenden Preisen aus. So hält das Finanzunternehmen Standard Chartered z.B. sogar einen Rückgang des Ölpreises auf durchschnittlich 10 US-Dollar je Barrel für möglich.

usdollar.jpg

Verhältnis Ölpreisentwicklung zu Heizölpreisen
Fallende Rohölpreise bedeuten übrigens nicht immer auch gleichzeitig fallende Heizölpreise im Euroraum. Sinkende Notierungen für Rohöl stehen in der Regel im Einklang mit einem steigenden US-Dollar bzw. (siehe Beispielgraphik rechts) einem fallenden Eurokurs. Da Rohöl an den internationalen Rohstoffmärkten in US-Dollar gehandelt wird, bewirken sinkende Rohölpreise somit nur teilweise einen günstigeren Heizölpreis. Ein fallender US-Dollarkurs sorgt andersherum für einen günstigen Wechselkurs in "Nicht-US-Dollar-Ländern" und somit zu einer höheren Nachfrage nach "günstigerem" Öl, was wiederum in der Folge zu steigenden Ölpreisnotierungen führt. Spekulanten nutzen den Rohstoff Öl oftmals als Hedge (Sicherungsgeschäft), um sich vor Währungsverlusten des US-Dollars und möglichen Inflationsgefahren in den USA zu schützen. Daher stehen kräftige Kursverluste des US- Dollars gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung traditionell im Einklang mit steigenden Ölpreisnotierungen. 

Fundamentale Rahmendaten
Rein fundamental bleibt die Lage am Ölmarkt weiter bearish. Die Anzahl aktiver Ölbohranlagen in den USA hat laut Baker Hughes Report erneut abgenommen. In der Woche zum 22.01.16 sank die Anzahl der Förderanlagen um -5 auf insgesamt 510. Interessant ist ein Jahresvergleich. Etwa vor zwölf Monaten im Januar 2015 lag die Anzahl aktiver Ölbohranlagen noch bei insgesamt 1.317, welches ca. dem 2,6-fachen des aktuellen Niveaus entsprach. Die Ölproduktion lag damals laut Energy Information Administration (EIA) bei etwa 9,19 Mio. Barrel pro Tag. In der dritten Kalenderwoche 2016 wurde die aktuelle Förderung mit knapp 9,24 Mio. Barrel pro Tag angegeben.

In einem Jahr hat damit die Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen um etwa -61,3% abgenommen, während die Ölförderung um ca.+0,5% zugelegt hat. Unterm Strich spiegelt dies eine enorme Effizienzsteigerung der US-Ölindustrie von etwa 160% wieder. Diese Effizienzsteigerung ist der Hauptgrund, weshalb eine sinkende Anzahl aktiver Ölbohranlagen in den USA nicht zwangsläufig mit einer abnehmenden Förderung einhergeht. Mit rund einem Drittel der Anlagen lässt sich heutzutage die gleiche Menge an Öl fördern wie noch vor einem Jahr. Neben dem technologischen Fortschritt ist dies zum Teil auch darauf zurückzuführen, dass es in den USA tausende Ölquellen gibt, die bereits fertig erschlossen sind, an denen jedoch zurzeit noch nicht gefördert wird. Während alte Quellen stillgelegt werden, werden einige der neuen Quellen in Betrieb genommen, deren Ertrag am Anfang des Lebenszyklus am größten ist.

Für bullishe Kaufimpulse an den Märkten sorgen wiederkehrende Anschläge militanter nigerianischer Rebellen auf Öleinrichtungen im eigenen Land. Nigeria produziert aufgrund von vorkommenden Kampfhandlungen nur die Hälfte der möglichen Gesamtkapazität von 3,2 Mio. Barrel pro Tag. Das größte Ölförderland Afrikas verfügt mit geschätzten 36 Milliarden Barrel Ölreserven über besonders hochwertiges Rohöl der Sorte Bonny Light, welches sich auch sehr gut für die Weiterverarbeitung in Destillate wie Heizöl und Diesel eignet.

Für steigende Preise sorgen jedes Jahr auch Sturmaktivitäten im Golf von Mexiko sowie im atlantischen Becken im Zeitraum von Anfang Juni bis Ende November eines jeden Jahres. In den vergangenen Jahren hatten Wirbelstürme im Spätsommer und Herbst teilweise (Sturm Katrina) verheerende Schäden an der mexikanischen und US-amerikanischen Ölinfrastruktur verursacht und dadurch die Ölpreise auf damalige Allzeithochs getrieben.

Neue Marktimpulse, ausgehend von der Angebots- und Nachfragesituation, versprechen sich Experten von der wöchentlichen Veröffentlichung der jeweils neuesten US-Lagerbestandsdaten, die i.d.R. jeden Mittwochnachmittag (16:30 Uhr-MEZ) durch die US-Energiebehörde „Department of Energy“ (DoE) bekannt gegeben werden. Unter den zahlreichen statischen Daten wie z.B. die prozentuale Auslastung der US-Raffinerien stehen insbesondere die Entwicklung der Bestände an Rohöl, Benzin und die der Destillate, dazu zählen Heizöl und Dieselkraftstoff, im Fokus des Marktgeschehens. Hierbei gilt es auch saisonale Gegebenheiten zu berücksichtigen, so u.a. während der US-amerikanischen Sommerferien. In der sog. „driving season“ steigt aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens die Nachfrage nach Benzin dermaßen an, dass die Produktion von Destillat-Produkten wie Heizöl gedrosselt wird. Die „driving season“ beginnt und endet mit den US-Feiertagen Memorial Day (31. Mai) und Labor Day (06. September). 

Im Fokus des Marktgeschehens bleibt auch die Einstellung der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die für ca. 40 Prozent des weltweiten Ölangebots verantwortlich sind. Allerdings wird die OPEC wohl langfristig noch weiter an Bedeutung verlieren, da Staaten wie Russland, Irak, Libyen, Iran und vor allem die USA die eigene Produktion (z.B. Schiefervorkommen) kräftig steigern. Es besteht immer die Möglichkeit, dass das Kartell Anpassungen seiner offiziellen Förderpolitik bzw. Kürzungen der täglichen Fördermengen vornehmen wird. Allerdings könnten solche Ausstoßkürzungen bzw. Verknappungen auf der Angebotsseite der täglichen Fördermenge die Weltwirtschaft lähmen, was eine sinkende Nachfrage zur Folge hätte. Im Übrigen besteht für die einzelnen OPEC-Mitglieder immer eher ein Anreiz (inoffiziell) mehr zu produzieren, um die Öleinnahmen (und damit die eigenen Haushalte) überhaupt noch stabil halten zu können. Experten schätzen die Einhaltung der festgesetzten Gesamtquote auf nur etwa 55-60 Prozent. Das aktuelle Hauptproblem der OPEC ist die Konkurrenz zwischen Saudi-Arabien, Russland, USA und Iran. Ohne eine koordinierte Kürzung lehnt Saudi-Arabien bisher eine Regulierung des Angebots ab, da man dadurch Marktanteile an andere Produzenten verlieren würde. Vor allem der Iran wird sich nicht an einer Produktionskürzung beteiligen, da man hier erst einmal die rasche Steigerung der Förderung plant. Nach Jahren der Sanktionen will das Land seine Produktion noch in diesem Jahr um mindestens 1 Million Barrel pro Tag steigern. Durch die Hinrichtung eines Klerikers in Saudi-Arabien ist die Stimmung zwischen Riad und Teheran seit Jahresbeginn allerdings auf einem neuen Tiefpunkt angelangt, sodass eine Einigung zwischen den beiden Ländern als sehr unwahrscheinlich gilt. Ohne diese ist eine koordinierte Produktionskürzung der OPEC jedoch nicht möglich.

* West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude). Der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.

Weitere Informationen über die Ölpreisbildung
Der Mineralölwirtschaftsverband aus Hamburg hat eine Broschüre im PDF-Format bereitgestellt, in der ein kurzer Blick auf die Entwicklung (Einflussfaktoren & Ölpreisbildung) des Ölmarktes geworfen wird.