↗️ Heizölpreise steigen in Hamburg am 11.09.2019 um ca. € +0,44 per 100 Ltr.

Der Heizölpreis ist am heutigen Mittwoch um ca. € +0,44 pro 100 Liter angestiegen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl EL (extra leicht + schwefelarm) in Hamburg (PLZ 21107 - Tanklagergebiet) kostet heute EUR 69,45 pro 100 Liter bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 2.084,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus.* (Jahresdurchschnittspreise Heizöl: Ø-2019: € 68,46 / Ø-2018: € 70,35 / Ø-2017: € 58,12 / Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20).

Heizölpreis für Hamburg-Wilhelmsburg (21107) bei Abnahme von 3.000 Ltr. Premium Heizöl
Datum ∅-Preis inkl. 19% MwSt. Gesamtsumme Tendenz zum Vortag
11.09.19 69,45 € pro 100 Ltr. 2.084,- € für 3.000 Ltr. ↗️ +0,44 € pro 100 Ltr.

Aktuelle Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl der meistgehandelten US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) ist am gestrigen Dienstag um -0,45 US-Dollar je Barrel gefallen und notierte damit gegen Tagesende weiter über der Marke von 57 US-Dollar. Am heutigen Mittwoch notiert der Ölpreis nahezu unverändert oberhalb der Marke von insgesamt 57 US-Dollar. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 57,54 US-Dollar. Das waren nur +0,14 Dollar je Barrel mehr als am Dienstagabend (Schlusskurs: 57,40 US-Dollar) in New York.

Bullishe (preistreibende) Faktoren führen zu steigenden Heizölpreisen
+ Starke Abnahme von Rohöllagerbeständen in den USA gem. American Petroleum Institute (API)
+ Nigeria will sich stärker an die Vorgaben der OPEC+ halten
+ Expansive Maßnahmen von EZB und anderen Notenbanken
+ Saudi-Arabien ersetzt Ölminister durch Prinzen
+ Russland wird Produktion im September kürzen
+ Handelsgespräche zwischen China und USA für Oktober geplant
+ Iran ist nur bei Aufhebung aller US-Sanktionen zu neuen Verhandlungen bereit
+ Saudi-Arabien kürzt Ölexporte im September um -0,7 Mio. B/T

Bearishe (preisdrückende) Faktoren führen zu fallenden Heizölpreisen
- Bearisher Monatsreport der Energy Information Administration (EIA)
- Trump feuert seinen neokonservativen Sicherheitsberater John Bolton
- Internationale Energieagentur (IEA) kündigt Abschwächung der Nachfrage nach Öl an
- OPEC-Produktion und Förderung im August angestiegen
- Irans Ölexporte im August gestiegen
- Russland hat im August mehr Rohöl gefördert

Marktlage
Einen bearishen Monatsreport veröffentlichte gestern die EIA, die mit ihrer jüngsten Prognose einer höher als bisher erwarteten Überversorgung und gleichzeitig steigenden Beständen klar bearish zu interpretieren ist. Auch von der IEA erwartet man am Donnerstag eine Korrektur des Ölnachfragewachstums 2019 auf -1,0 Mio. B/T. Abwärtskorrekturen liegen aktuell im Trend. Auch Goldman Sachs hatte gestern eine Neueinschätzung vorgenommen. Für 2020 rechnet man hier zwar wieder mit einem Wachstum von +1,4 Mio. B/T, doch der Angebots-Nachfrage Ausblick werde dennoch zusätzliche Kürzungen der OPEC erfordern, wenn die Ölbestände auf Normalniveau gehalten werden sollen. Die EIA hat auch die Ölpreisprognosen für die Ölsorten Brent und WTI nach unten korrigiert und steht mit der Einschätzung nicht alleine da. Die UBS hat ihre Ölpreisprognose für Brent für das verbleibende Jahr bis Ende 2021 um -2 bis -7 US-Dollar gesenkt. Erst danach rechnet man wieder mit deutlich höheren Preisen und behält die Erwartung von 70 US-Dollar für 2022 bis 2024 bei. Die globale Wirtschaftslage wird zusammen mit dem steigenden Ölangebot den Preis für Brent in den kommenden 6 Monaten in Richtung 50 Dollar drücken, so Analyst Ben Luckock von Trafigura, der langfristig dann aber mit einer Rückkehr zu einer Preisspanne von 70 bis 75 US-Dollar rechnet. Laut den Experten bei Sanford C. Bernstein wird es der OPEC nur gelingen ein Preisniveau von 60 US-Dollar zu verteidigen, wenn das Kartell die Ölförderung 2020 um weitere -1 Mio. B/T kürzt. Und bei der Citigroup rechnet Analyst Ed Morse im vierten Quartal 2019 bei Brent zunächst noch mit einem Preis von 64 US-Dollar, bevor das Niveau bis Ende 2020 wieder auf 53 US-Dollar absackt.

Auswahl von aktuellen Ölpreisprognosen 2019
10.09.19 - Zahlreiche Analysten haben ihre Ölpreisprognosen zum Ölnachfragewachstum zuletzt bereits erneut gesenkt. Nun korrigiert auch die Großbank Goldman Sachs ein weiteres Mal ihre Erwartungen nach unten. Die Analysten von Goldman Sachs gehen mittlerweile davon aus, dass die weltweite Ölnachfrage im laufenden Jahr nur noch um +1,0 Mio. B/T zunehmen wird. Somit haben sie ihre vorherigen Prognosen um -100.000 B/T gesenkt. Die Erwartungen für 2020 blieben jedoch insgesamt unverändert bei +1,4 Mio. B/T. "Unser Ausblick für 2020 im Hinblick auf Ölangebot und -nachfrage macht zusätzliche OPEC-Produktionskürzungen notwendig, um die Bestände nahe dem normalen Niveau zu halten," so die Experten in einer Mitteilung.

05.09.19 - Beim britischen Ölriesen BP hat man die Prognosen zum Nachfragewachstum für das Jahr 2019 erneut gesenkt. Als Begründung dafür führte Finanzvorstand Brian Gilvary die schwächelnde Nachfrage an. Laut Brian Gilvary geht man bei der BP mittlerweile davon aus, dass die weltweite Ölnachfrage im laufenden Jahr im Durchschnitt nicht einmal mehr die Marke von +1 Mio. B/T erreichen dürfte. Anfang des Jahres hatte das Unternehmen für das laufende Jahr noch mit einem Nachfragewachstum von +1,4 Mio. B/T gerechnet, im Juli lag die Prognose bereits nur noch bei +1,1 Mio. B/T. Die zunehmenden Handelsspannungen zwischen den USA und China sowie die sich häufenden Anzeichen für eine weltweite Rezession dürften dem CFO der BP zufolge auch die Raffineriemargen sinken lassen. Diese würden im vierten Quartal voraussichtlich nachgeben, so Gilvary. Welchen Einfluss die Veränderungen bei den Vorgaben der IMO für Schiffskraftstoffe, welche 2020 in Kraft treten werden, auf die Raffineriemargen haben werden, bleibe noch abzuwarten. "Es gibt generell eine starke Dynamik, was die Nachfrage angeht, die Anfang des Jahres noch ziemlich robust war, und sich zur Mitte hin abgeschwächt hat," erklärt der Finanzvorstand. Bei der jüngsten Betrachtung der Betriebsergebnisse habe sich noch einmal eine leichte Erholung gezeigt, aber mittlerweile habe sich diese wieder verflüchtigt.

Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose.

Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.

* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Hamm, Harburg, Wandsbek, Wedel, Ahrensburg, Volksdorf, Tonndorf, Bendestorf, Jesteburg, Hittfeld, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreis- und Devisenentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.