↗️ Heizölpreise steigen in Hamburg am 10.10.2022 um ca. € +3,57 per 100 Ltr.
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Der Heizölpreis ist am heutigen Montag um ca. EUR +3,57 pro 100 Liter angestiegen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl EL (extra leicht + schwefelarm) in Hamburg (PLZ 21107 - Tanklager Hamburg) kostet heute EUR 180,05 pro 100 Liter bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 5.401,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus.* (Jahresdurchschnittspreise Heizöl: Ø-2022: € 140,22 / Ø-2021: € 74,30 / Ø-2020: € 50,15 / Ø-2019: € 68,63 / Ø-2018: € 70,35 / Ø-2017: € 58,12 / Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20).
| Heizölpreis für Hamburg-Wilhelmsburg (21107) bei Abnahme von 3.000 Ltr. Premium Heizöl | |||
|---|---|---|---|
| Datum | Preis inkl. 19% MwSt. | Gesamtsumme | Tendenz zum Vortag |
| 10.10.22 | € 180,05 pro 100 Ltr. | € 5.401,- für 3.000 Ltr. | ↗️ € +3,57 pro 100 Ltr. |
Aktuelle Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl ist am Freitag in der vergangenen Handelswoche um +4,19 Dollar je Barrel auf die Marke von über 92 US-Dollar angestiegen. Am heutigen Montag notiert der Ölpreis nur etwas leichter und weiter oberhalb der Marke von insgesamt 92 US-Dollar. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 92,08 US-Dollar. Das waren -0,56 US-Dollar je Barrel weniger als am Freitagabend (Schlusskurs: 92,64 US-Dollar) in New York.
Bullishe (preistreibende) Faktoren führen zu steigenden Heizölpreisen
+ Goldman Sachs erhöht Ölpreisprognose für Brent um +10 auf nun 110 US-Dollar je Barrel für Ende 2022
+ OPEC+ reduziert Fördermenge ab November/Dezember um -2,0 Millionen Barrel pro Tag
+ USA weitern Sanktionen gegen Iran aus
+ Wartungssaison von Raffinerien naht
+ Streik französischer Ölarbeiter
+ JP Morgan Chase & Co. hält Ölpreis von 380 USD für möglich, sollte Rußland die eigenen Fördermengen als Vergeltungmaßnahme gegen Ölpreisobergenze für russisches Öl drastisch kürzen
+ Bestände von Heizöl & Diesel in den USA und Europa extrem niedrig
Bearishe (preisdrückende) Faktoren führen zu fallenden Heizölpreisen
- Starker US-Dollar hinderlich für weiteren Rohölpreisanstieg
- Rezessionen droht in vielen Ländern
Aktuelle Marktlage
Die internationalen Ölbörsen haben in der letzten Woche eine veritable Preisrallye hingelegt und damit auch die Inlandspreise für Heizöl mit in die Höhe gerissen. Auch zum heutigen Wochenstart bleibt der Heizölpreis hoch und Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich auf neuerliche Aufschläge im Vergleich zur Vorwoche einstellen. Im Vergleich zu Freitag kosten 100 Liter Heizöl heute im Raum Hamburg etwa 3,57 Euro pro 100 Liter mehr. Auf Wochensicht ist der Heizölpreis sogar um 29,75 Euro pro 100 Liter angestiegen – eine Preissteigerung von rund 20 Prozent. Damit kratzt der durchschnittliche Heizölpreis auch wieder an seinem letzten Höchststand aus dem August, als vor allem die durch das Niedrigwasser im Rhein bedingten Versorgungsengpässe den Preis in die Höhe getrieben hatten. Aktuell werden die Inlandspreise durch den gestiegenen Rohölpreis gestützt, der mit der neuen OPEC+ Produktionskürzung Anfang Oktober in die Höhe schoss. Insgesamt zeigt die langfristige Preiskurve allerdings auch, dass sich die durchschnittlichen Heizölpreise schon seit Mai in einer Spanne zwischen 130 und 155 Euro bewegen. Nach der Preisspitze Anfang März, die durch den Beginn des Ukraine-Krieges zustande kam, und der darauffolgenden Abwärtskorrektur bis Anfang April, kam es nicht mehr zu deutlicheren Ausbrüchen nach oben oder unten. Da die allgemeine Marktsituation allerdings auch weiterhin von multiplen Krisen und starken Unsicherheiten geprägt ist, sind Prognosen – auch für das Inland – noch schwerer zu geben als sonst. Zudem müssen Verbraucherinnen und Verbraucher aktuell auch mit saisonal bedingten Wartezeiten rechnen, da die Nachfrage zu Beginn der Heizsaison üblicherweise sehr hoch ist.
Interaktiver Chart von Rohöl der US-Sorte WTI (CL1)
Aktuelle Ölpreisprognosen für 2022 & 2023
13.09.22 - Im Umfeld von Ängsten vor einem nachhaltigen Rückgang der Nachfrage durch einen weltweiten konjunkturellen Abschwung und auch den strikten und andauernden Lockdowns in China, haben viele Analysten Ihre Ölpreisprognosen nach unten anpassen müssen. Bei der Großbank Morgan Stanley geht man nun für die europäische Ölsorte Brent von einem Ölpreis von durchschnittlich 98 US-Dollar (zuvor 110 US-Dollar) je Barrel für das dritte Quartal 2022 aus. Im letzten Quartal des Jahres 2022 soll der Ölpreis dann bei durchschnittlich 95 US-Dollar (zuvor 100 US-Dollar) je Barrel liegen. Für das kommende Jahr 2023 rechnen die Experten der Bank hingegen mit einem Ölpreis von über 100 US-Dollar je Barrel, da russische Ölexporte vermutlich um -1,5 bis -2,0 Mio. Barrel pro Tag sinken werden.
Die Analysten der schweizerischen Bank UBS gehen hingegen von stabileren russischen Ölexporten aus, wenngleich die Exporte auch nicht mehr auf einem sehr hohen Niveau liegen sollen. Analyst Giovanni geht von einem Ölpreis für die Sorte Brent bis zum Jahresende von 110 US-Dollar aus (zuvor 125 US-Dollar). Der Ölpreis soll sich dann allerdings bis zum Herbst 2023 wieder etwas erholen und in Richtung 125 US-Dollar je Barrel notieren.
Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose.
Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.
* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Hamm, Harburg, Wandsbek, Wedel, Ahrensburg, Volksdorf, Tonndorf, Bendestorf, Jesteburg, Hittfeld, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreis- und Devisenentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.
