↘️ Heizölpreise fallen in Hamburg am 04.04.2023 um ca. € -1,19 per 100 Ltr.
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Der Heizölpreis ist am heutigen Dienstag um ca. EUR -1,19 pro 100 Liter gefallen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl EL (extra leicht + schwefelarm) in Hamburg (PLZ 21107 - Tanklager Hamburg) kostet heute EUR 104,79 pro 100 Liter bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 3.144,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus.* (Jahresdurchschnittspreise Heizöl: Ø-2023: € 111,35 / Ø-2022: € 140,55 / Ø-2021: € 74,30 / Ø-2020: € 50,15 / Ø-2019: € 68,63 / Ø-2018: € 70,35 / Ø-2017: € 58,12 / Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20).
| Heizölpreis für Hamburg-Wilhelmsburg (21107) bei Abnahme von 3.000 Ltr. Premium Heizöl | |||
|---|---|---|---|
| Datum | Preis inkl. 19% MwSt. | Gesamtsumme | Tendenz zum Vortag |
| 04.04.23 | € 104,79 pro 100 Ltr. | € 3.144,- für 3.000 Ltr. | ↘️ € -1,19 pro 100 Ltr. |
Aktuelle Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl ist am gestrigen Montag aufgrund der Förderkürzung des OPEC-Kartells um +4,75 US-Dollar je Barrel auf die Marke von über 80 US-Dollar gesprungen. Am heutigen Dienstag notiert der Ölpreis etwas fester und und oberhalb der Marke von insgesamt 81 US-Dollar. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 81,23 US-Dollar. Das waren +0,81 US-Dollar je Barrel mehr als am Montagabend (Schlusskurs: 80,42 US-Dollar) in New York.
Bullishe (preistreibende) Faktoren führen zu steigenden Heizölpreisen
+ OPEC+ reduziert Fördermenge ab Mai um -1,6 Mio. Barrel täglich
+ Britische Ölarbeiter in der Nordsee streiken ab dem 05.04.23
+ China für 40 % der globalen Ölnachfrage verantwortlich / Tendenz stark steigend
+ Rußland behält Förderkürzung (offiziell) bis Juni bei
+ USA exportieren Rekordmengen an Öl nach Europa
Bearishe (preisdrückende) Faktoren führen zu fallenden Heizölpreisen
- Rußland kürzt weniger als angekündigt
- Bankenbeben und Sorge vor sich ausweitender Finanzkrise belastet Börsen
Aktuelle Marktlage
Die OPEC+ hat gestern mit einer völlig unerwarteten Ankündigung für Turbulenzen am Ölmarkt gesorgt. So will das Förderbündnis aus 23 ölproduzierenden Ländern ihre schon bestehenden Produktionskürzungen weiter ausbauen. Ab Mai sollen dann nicht mehr nur 2 Millionen Barrel täglich weniger gefördert werden sondern ganze 3,6 Millionen Barrel (à 159 Liter). Damit verknappt die OPEC+ das globale Ölangebot ziemlich deutlich und nutzt einmal mehr ihr wirksamstes Mittel, in den Ölmarkt einzugreifen. Mit einer künstlichen Angebotsverknappung steigen die Preise und damit auch die Gewinne der ölproduzierenden Länder, die damit von höheren Preisen profitieren. Allerdings darf die OPEC+ dabei nicht übers Ziel hinausschießen, denn zu hohe Preise dämpfen schnell die Nachfrage. Eigentlich hatte die OPEC+ selbst noch vor wenigen Tagen signalisiert, die bestehende Fördervereinbarung unverändert zu belassen. Diese war im Oktober 2022 verabschiedet worden und umfasst eine Produktionsdrosselung um 2 Millionen Barrel pro Tag, die bis Ende des Jahres fortgesetzt werden sollte. Am Wochenende verkündete dann aber zunächst Saudi-Arabien als wichtigstes OPEC-Mitglied, seine Fördermengen stärker drosseln zu wollen. Weitere Mitgliedsländer folgten kurz darauf. Die Marktteilnehmerinnen und -teilnehmer versuchen nun, zu bewerten, welche Auswirkungen die umfangreicheren Einschnitte in der OPEC+ Produktion haben werden. Aktuell überwiegt der preisstützende Aspekt der Angebotsverknappung, der die börsengehandelten Rohölpreise ein gutes Stück nach oben befördert hat. Allerdings bleiben sie auch deutlich unter den Preisniveaus des letzten Jahres. Das Ziel der OPEC+, die Preise leicht zu stützen, ohne durch die Decke zu gehen, scheint damit erreicht. Es bleibt abzuwarten, ob die Ölpreise im weiteren Jahresverlauf doch noch stärker ansteigen, vor allem, wenn die Nachfrage in China, wo sich die Wirtschaft (und damit auch der Ölverbrauch) nach dem Ende der strengen Coronaregeln Ende 2022 schnell und nachhaltig erholt. Das ohnehin schwer zu erhaltende Marktgleichgewicht bleibt im Lichte der vielen Krisen und Unsicherheiten ein großer Unsicherheitsfaktor.
Goldman Sachs hat im Rahmen der Kürzung der OPEC seine Ölpreisprognosen angehoben, für Dezember 2023 werden nun 95 US-Dollar pro Barrel Brent erwartet und für Dezember 2024 dann 100 US-Dollar. Analysten, wie Francisco Blanch von der Bank of America, glauben, dass die OPEC+ keine Angst mehr vor einer Reaktion der US-Schieferölindustrie haben muss, da das Wachstum dort verlangsamt ist. Die SEB erwartet, dass die Kürzungen den Ölpreis schnell wieder auf 100 US-Dollar treiben könnten. Die OPEC+ hat jedoch in der Vergangenheit Probleme bei der Erfüllung der Förderquoten gehabt, sodass unklar ist, wie groß die tatsächliche Angebotsverknappung ausfällt.
Interaktiver Chart von Rohöl der US-Sorte WTI (CL1)
Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose.
Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.
* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Hamm, Harburg, Wandsbek, Wedel, Ahrensburg, Volksdorf, Tonndorf, Bendestorf, Jesteburg, Hittfeld, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreis- und Devisenentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.
