↗️ Heizölpreise steigen in Hamburg am 07.07.2023 um ca. € +0,12 per 100 Ltr.

Aktuelle Lieferzeit: 3-7 Werktage

Der Heizölpreis ist am heutigen Freitag um ca. EUR +0,12 pro 100 Liter gestiegen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl EL (extra leicht + schwefelarm) in Hamburg (PLZ 21107 - Tanklager Hamburg) kostet heute EUR 97,53 pro 100 Liter bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 2.926,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus.* (Jahresdurchschnittspreise Heizöl: Ø-2023: € 103,78 / Ø-2022: € 140,55 / Ø-2021: € 74,30 / Ø-2020: € 50,15 / Ø-2019: € 68,63 / Ø-2018: € 70,35 / Ø-2017: € 58,12 / Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20).

Heizölpreis für Hamburg-Wilhelmsburg (21107) bei Abnahme von 3.000 Ltr. Premium Heizöl
Datum Preis inkl. 19% MwSt. Gesamtsumme Tendenz zum Vortag
07.07.23 € 97,53 pro 100 Ltr. € 2.926,- für 3.000 Ltr. ↗️ € +0,12 pro 100 Ltr.

Aktuelle Ölpreisentwicklung
Die globale Ölpreisentwicklung weist nun schon die zweite Woche in Folge ein Aufwärtsmuster auf, beeinflusst durch strategische Manöver der OPEC+ Hauptakteure Saudi-Arabien und Russland sowie ein Schrumpfen der amerikanischen Ölvorräte. Das amerikanische Öl, bekannt als West Texas Intermediate (WTI), hat in dieser Woche eine wichtige Schwelle überschritten und liegt nun über $72 pro Barrel. Dies entspricht einer Wochensteigerung von mehr als 2%. Es ist die erste Periode seit Ende Mai, in der wir aufeinanderfolgende Wochen mit einem Preisanstieg erleben. Die kurzfristige Preisgestaltung zeigt Zeichen eines wachsenden Marktes. Sowohl Saudi-Arabien als auch Russland haben Maßnahmen ergriffen, um ihre Ölversorgung zu reduzieren. Während das saudische Königreich seine Preise für den europäischen Markt angehoben hat und seine Einschränkungen bei der Ölversorgung bis August fortsetzt, hat Russland angekündigt, seine Exporte einzuschränken, allerdings ohne eine Produktionskürzung. Unterdessen sinken in den USA die Rohölvorräte. Daten zeigen einen Rückgang um 1,5 Millionen Barrel, was den niedrigsten Stand seit Ende Januar darstellt. Auch Benzin- und Destillatreserven nehmen ab. Trotz des aktuellen Aufwärtstrends sind die Rohölpreise im Vergleich zum Vorjahr um 10% gefallen, was auf eine straffe Geldpolitik, eine langsame Erholung in China und stabile russische Exporte zurückzuführen ist. Überraschenderweise ist der Anstieg inmitten einer breiten Abschwächung risikoreicher Vermögenswerte erfolgt, hervorgerufen durch starke US-Arbeitsmarktzahlen und Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Federal Reserve. Charu Chanana, Marktstrategin bei Saxo Capital Markets in Singapur, sieht in der Preispolitik Saudi-Arabiens "einen Ausdruck gestiegener Nachfrage". Sie merkt an, dass Anzeichen von Marktengpässen das allgemeine Risiko ausgleichen. Die langfristigen Folgen dieser Entwicklungen auf den weltweiten Ölmarkt werden in den nächsten Wochen zu beobachten sein.

Bullishe (preistreibende) Faktoren führen zu steigenden Heizölpreisen
+ Saudis erhöhen Preise für Lieferungen im August
+ Iran greift zwei Schiffe im Golf von Oman an
+ Signifikanter Rückgang von Lagerbeständen in den USA gem. API- und DOE-Daten
+ China, weltgrößter Rohölimporteur, steigert Importe im Juni um +6,2% gegenüber 2022
+ In den USA hat die Hochsaison für Urlaubsfahrten begonnen
+ Saudi-Aramco gibt unerwartete Preiserhöhungen für Juli bekannt und behält Kürzung bis August bei

Bearishe (preisdrückende) Faktoren führen zu fallenden Heizölpreisen
- Iran exportiert mehr Öl
- Rußland Ölexporte auf 7-Wochenhoch
- Negative Konjunkturdaten USA und Deutschland
- OPEC fördert mehr als innerhalb des Kartells vereinbart
- Negative Konjunkturdaten aus China
- US-Notenbank “Fed” beansichtigt weitere Zinserhöhungen
- Analysten senken Ölpreisprognosen

Aktuelle Ölpreisprognosen
Die optimistischen Prognosen für den Ölmarkt im zweiten Halbjahr, die viele Marktbeobachter zu Jahresbeginn hatten, haben sich geändert. Ursprünglich sah Goldman Sachs den Brent-Preis bei 100 Dollar zum Jahresende, doch aufgrund makroökonomischer Unsicherheiten und einer unbeständigen Nachfrageentwicklung haben die meisten Analysten ihre Prognosen mittlerweile nach unten angepasst. Eine aktuelle Umfrage von Reuters ergab, dass die 37 befragten Experten einen durchschnittlichen Brent-Preis von 83,03 Dollar für dieses Jahr prognostizieren, im Vergleich zu einem Konsens von 84,73 Dollar im Mai. Die Experten erwarten, dass der Preis im dritten Quartal auf 83,28 Dollar steigt und in den folgenden Quartalen möglicherweise die 86-Dollar-Marke übersteigt. Das dritte Quartal könnte entscheidend sein, da die von der OPEC und der IEA geäußerten hohen Nachfrageerwartungen erfüllt werden müssen, um weiteren Preisdruck zu vermeiden. Analysten von Goldman Sachs merken an, dass steigende Zinssätze den Ölpreis weiterhin belasten könnten. Trotz dieser Sorgen ist die Nachfrage nach Öl in China robust geblieben. Chinesische Raffinerien produzierten in den ersten fünf Monaten dieses Jahres auf Rekordniveau, und weitere Steigerungen werden erwartet, wenn die Wirtschaftstätigkeit weiter zunimmt. Die befragten Experten prognostizieren daher weiterhin einen globalen Anstieg der Ölnachfrage zwischen 1 und 2 Mio. B/T. Einige gehen sogar davon aus, dass es in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 zu einem Versorgungsdefizit kommen könnte.

Interaktiver Chart von Rohöl der US-Sorte WTI (CL1)

Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose.

Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.

* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Hamm, Harburg, Wandsbek, Wedel, Ahrensburg, Volksdorf, Tonndorf, Bendestorf, Jesteburg, Hittfeld, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreis- und Devisenentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.